APHA Releases Rule RG-070-01 – A European Point of View

The APHA has passed a new rule which allows solid Paint Horses to be registered as ‘regulars’ if the respective horse is out of two colored Paint Horses, has Paint Horse markings and if there is genetic evidence that it is a Paint Horse. Gohorseshow.com has already interviewed Paint Horse exhibitors from the US on their opinion of the new regulation – but logically it affects Europe as well which is why we have decided to ask some SPB exhibitors on their assessment: Will the new rule influence the APHA industry in Europe? If so, how?

Alena Helmcke: I’m excited to see what will change through this new regulation. I think breeders who breed Paint Horses to Paint Horses can definitely benefit – the new regulation could also effectuate that more breeders will choose Paint Horse stallions for their mares. Since this rule only applies to solids who are regular PH x regular PH, I cannot say in how far our classes will grow. In the US, solid Paint Horses are “second class Paint Horses”. In Europe, SPB classes are fairly deep compared to the US. I hope that this will not change. I also think the new rule is really confusing for outsiders: A Paint Horse is a Quarter Horse with chrome. Except for the SPBs – they are solid, but no Quarter Horses?! And now there are solids which do not have chrome but are regular Paint Horses, because both parents had chrome, Paint markings and a Paint Horse gene. I don’t think that this will be the last change and I’m excited to see what is next to come!

 

Ms Popularity und Aileen Häberle
Ms Popularity and Aileen Häberle

Aileen Häberle: I don’t think that the new regulation will have a big effect on the solid classes in Europe. Many SPBs are double registered and are one part Quarter Horse – which means that they cannot be registered as regular according to the new rule. Furthermore, many Paint Horse breeders breed their mares to Quarter Horse stallions – another case in which the new regulation won’t work.

 

 

The Rädler family: It is definitely a step forward! It is, however, difficult to develop a regulation which makes everything entirely clear. From our point of view, solids that can enter regular classes would have a positive effect on the European APHA industry. Especially at the smaller shows where only a few people are in one class the new regulation could improve our industry. We could combine classes which are then bigger and deeper. We are sure that there are many SPBs that could win big in the regular classes. We are excited to see what the future holds and hope that breeders will start to focus on more on quality than color as well.

 

Jasmin Schuster: Every year, the rule book and eligibility for Quarter and Paint Horses become less strict. By now, we have colored Quarter Horses in AQHA classes and “genetically” colored Paint Horses which are solid in regular APHA classes. Some might argue that these rule changes were made to attract more members, others would say “Finally!”. Maybe there will be only one association in ten years. One thing is for certain: People have dismissed the thought of only solid horses in the AQHA and only colored ones in the APHA. I think it is a concession that Quarter Horses and Paint Horses are a great breed and we should represent the same values. RG 20 and RG 070-1 show that quality breeding is not related to color. I don’t think that a lot will change in Europe, but I think it is progress and I am excited for more change.

 

DEUTSCHE VERSION

Die APHA hat eine neue Regel erlassen, die besagt, dass solid Paint Horses (SPBs) als “regular” eingetragen werden können, wenn das jeweilige Pferd von zwei bunten Paint Horses abstammt, Paint Horse Merkmale aufweist und auch genetische Nachweise vorliegen. Gohorseshow hat bereits US-Reiter zu dieser Regelung interviewt, die aber natürlich nicht nur die USA betrifft, sondern auch die Paint Horse Szene in Europa. Wir haben dies zum Anlass genommen, einige SPB Starter zu fragen, wie sie die neue Regelung und deren Effekt auf die europäische APHA Szene einschätzen.

Alena Helmcke: Ich bin gespannt, was die neue Regelung mit sich bringt. Sicherlich ist sie gut für die Züchter, die zwei reguläre Paints miteinander verpaaren und stellt so womöglich einen Anreiz da, auf Paint Horse Hengste zurückzugreifen. Da es nur die Solids aus Regular x Regular-Anpaarungen betrifft, bleibt abzuwarten inwieweit es die Klassen und Starterzahlen auf den Turnieren beeinflusst. In den USA sind Solids Paint Horses zweiter Klasse. Hier in Europa sind die Solid-Klassen im Vergleich zu drüben relativ groß. Ich hoffe, dass sich daran nichts verändern wird. Für Außenstehende ist jetzt alles noch verwirrender als vorher: Ein Paint ist ein Quarter in bunt. Bis auf die Solids – die sind einfarbige Paints, aber trotzdem kein Quarter?! Und jetzt gibt es Solids, die zwar einfarbig, aber dann doch reguläre Paints sind, weil die Elterntiere beide bunt waren, sie ein Paint Merkmal aufweisen und ein Paint-Gen in sich tragen. Ich denke nicht, dass es allein bei der jetzigen Änderung bleibt und bin gespannt wie sich das Ganze weiterentwickelt!

 

Ms Popularity und Aileen Häberle
Ms Popularity und Aileen Häberle

Aileen Häberle: Ich denke, die neue Regelung der APHA wird sich nicht groß auf die Solid Klassen im europäischen Raum  auswirken. Viele der als Solid eingetragenen Pferde sind doppelt registriert und haben daher auch mindestens ein Quarter Horse als Elternteil, wodurch eine Registrierung als Paint Horse nach der neuen Regelung erst gar nicht möglich ist. Viele Züchter lassen ihre Paint Horse Stuten auch von Quarter Horse Hengsten decken, da kommt die neue Regelung dann auch nicht zum Zug.

 

Familie Rädler: Es ist mit Sicherheit ein großer Vorschritt, den die APHA gerade macht. Es wird aber nicht leicht sein, eine Regel zu erläutern, die wirklich Klarheit schafft. In Deutschland, denken wir, wird es sehr von Vorteil sein, wenn die Solids bei den Regulars starten dürfen. Gerade auf regionalen Turnieren sind die Klassen recht klein. Durch die neue Regelung könnte man sehr viel zusammenlegen und wir hätten “große”, anspruchsvolle Klassen. Es gibt mit Sicherheit ein paar SPBs, die unsere Regular-Klassen auf den ersten Plätzen anführen können. Wir sind sehr gespannt, wie sich die APHA entscheidet und hoffen, dass man sich auch in der Zucht komplett auf die Qualität konzentrieren wird und weniger auf die Farbe.

 

Jasmin Schuster: Jedes Jahr werden das Regelwerk und die Eligibility für Paints bzw. Quarter Horses “gelockert”. Mittlerweile gibt es kunterbunte Quarter Horses, die mit den einfarbigen Quarter Horses in AQHA Performance Klassen starten. Einfarbige, genetisch bunte Paint Horses mit kunterbunten Paint Horses in einer Klasse bei der APHA. Böse Zungen würden wohl sagen, dass dies eine politische Entscheidung ist, um den starken Rückgang an Mitgliedschaften in beiden Verbänden zu verbessern. Die anderen würden wohl sagen “Endlich!” und in weiteren zehn Jahren gibt es nur noch einen Verband. Eines ist sicher: der Grundgedanke, die bunte Fellfarbe aus der Quarter Horse Zucht sowie einfarbige Fellfarben aus der Paint Zucht zu verbannen, ist verworfen. Meines Erachtens nach ist es immer mehr ein Eingeständnis, dass Quarter und Paint Horses eine tolle Rasse sind, bei der man gemeinsame Interessen vertreten sollte. RG 20 und RG 070-1 sind ein weiteres Eingeständnis und eine Bestätigung der tollen Zucht unabhängig einer Fellfarbe. Ob die Änderungen in Europa sehr viele Pferde betrifft, wage ich momentan zu bezweifeln. Dennoch bewegt diese Veränderung viel und ich bin gespannt auf weitere Entwicklungen.

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