Who run the PHA? Women!

The Paint Horse Austria (PHA) – the Austrian Paint Horse Association – is now run by women: Long-time president Martin Müller and vice president Pepi Muhr, who have been part of the Austrian Paint Horse industry from the beginning on, retired and Susanne Müller and Katja Altenstrasser took over. In our interview, they told us what they have in mind for the PHA.

How did you get involved with Paint Horses?

Susanne: For my 26th birthday, I wanted to get a colored hunter jumper. I found two breeders and we drove to the one who was nearby, Franz Vorraber. We did not really like the Pinto he had to offer, but Franz told us that he had another special horse: His very first homebred Paint Horse. I immediately fell in love with those blue eyes. And Franz told me: “You can do anything with a Paint Horse, even jumping.” So, our first Paint Horse moved in with us: a stallion named Blue Freckles Kent aka Quaxi. That was 24 years ago. And the Paint Horse addiction continued: We have been breeding Paint Horses for 20 years, bought our own facility 15 years ago – Zeisenbühel Paint Horses. Having a nice barn is our top priority – we want to show that you can stall show horses in an open barn.

Susanne Müller, picture: Gasparin Designs

Katja: Twelve years ago, my boyfriend Erich bought a Quarter Horse mare and three Paint Horse weanlings – my sister and I found those by accident. That way, the Quarter Horses who have always been a part of our lives got some colored friends. We were addicted and wanted to learn more about the breed. We went to our first shows and continued learning – we still learn, that never stops. We focused on breeding and training good allround horses with good conformation, mind and movement. We started breeding when we bought our stallion David Frost in 2020. 

Katja Altenstrasser; picture: Fabis Fotografie

You are working for the PHA besides your real jobs and taking care of your horses. Why are you motivated to do this?

Susanne: Franz Vorüber convinced me to be a part of the PHA. He told me, he needed people to work within the association as soon as I had bought Quaxi. He wanted me to be secretary, because “that is no work at all,” he told me. The guy who should have been secretary didn’t even show up for the meeting, so I got the job by accident. I became a part of the PHA and stayed, because I am a passionate breeder. I fell in love with the Paint Horse 24 years ago and I want to promote it through my work in the association.

Katja: We haven’t been a part for that long. When we fell in love with Paint Horses twelve years ago, we didn’t know anything about the PHA. We went to the shows and meet all the people who had been involved for ages. At one Euro Paint, they invited us to the meetings. We felt like we wanted to be a part of this association, to create new and change something. We met great people and became part of the breeding committee. Our aim is to improve the American Paint Horse through breeding and be a part of it. 

What do you want to achieve with the PHA?

Katja: We want our association to grow, get more members to create something great for all sorts of equestrians and Paint Horse lovers. We want to be the information centre for Austrian Paint Horse enthusiasts. We are working hard, love criticism and ideas and are happy about everyone who wants to take part.

Susanne: The Austrian Paint Horse industry is quite small – but we work a lot. We breed great horses, we are taking home titles at European shows. We want to motivate all our members and those who want to become members. The PHA has been “asleep” for a while, but this ends right now. We have many new members who are motivated and have new ideas. Those positive vibes are really catchy and we are looking forward to the future.


Seit den Neuwahlen im Februar ist die Führungsspitze der Paint Horse Austria (PHA) fest in weiblicher Hand: Alt-Obmann Martin Müller und sein Stellvertreter Pepi Muhr – beides Urgesteine in der österreichischen Paint Horse Szene – übergaben im Rahmen der Neuwahlen bei der Generalversammlung das Zepter an ihre Nachfolgerinnen. Susanne Müller ist nun die neue Obfrau, Katja Altenstrasser ihre Stellvertreterin. Im Interview haben sie The Showlife erklärt, was sie bewegen und verändern möchten.

Ihr habt Euch beide der Paint Horse Zucht verschrieben. Wie seid ihr gerade auf diese Rasse gekommen?

Susanne: Ich wollte zu meinem 26. Geburtstag ein geschecktes Springpferd haben. In der Pferderevue hab ich dann zwei Züchter gefunden, die Pintoschecken in Tirol und der Steiermark angeboten haben. Die Steiermark war näher und so lernten wir Franz Vorraber kennen. Der Pinto hat uns nicht gefallen, aber Franz meinte, er hätte da noch etwas ganz Spezielles: Sein erstes selbst gezogenes Paint Horse Fohlen. Ich habe mich sofort in die blauen Augen verliebt. Franz meinte: „Ein Paint ist so vielseitig, damit kannst du alles machen, auch springen.“ So zog vor 24 Jahren unser erstes Paint Horse, der Hengst Blue Freckles Kent aka Quaxi, bei uns ein. Und er sollte nicht das letzte Paint Horse sein. Seit gut 20 Jahren züchten wir selbst Paint Horses, seit 15 Jahren haben wir unsere eigene Anlage in Trumau bei Baden (Zeisenbühel Paint Horses). Artgerechte Haltung hat für uns Priorität und mit unserem Stallkonzept wollen wir zeigen, dass sich auch ein Offenstallkonzept mit Turnierreiten auf höchstem Niveau vereinbaren lässt.

Susanne Müller, Foto: Gasparin Designs

Katja: Bei uns ist es etwa zwölf Jahre her, dass Erich, mein Lebensgefährte, spontan eine tragende Quarter Horse Stute und drei Paint Horse Absetzer in Deutschland gekauft hat, welche meine Schwester Theresa und ich durch Zufall entdeckten.  Auf einen Schlag waren nun auch die „Bunten“, neben dem bestehenden Bestand von Quarter Horses – welche uns schon immer begleiteten – auf der Count Brook Ranch, unserer kleinen Reitanlage in Oberösterreich, eingezogen.  Von da an waren wir ihnen verfallen und wollten mehr über die Rasse Paint Horse, ihre Zucht und Verbreitung in Österreich wissen. Wir besuchten – noch etwas grün – unsere ersten Turniere und lernten von Jahr zu Jahr, von Pferd zu Pferd, dazu; und lernen natürlich immer noch – das hört wohl nie auf.  Unser Fokus lag von nun an auf der Zucht und Ausbildung von Paint Horses im Allroundbereich, welche neben einem guten Gebäude vor allem einen top Charakter und tolle Bewegung haben sollten. Für uns vereint das Paint Horse all das und mit dem Erwerb von unserem in den USA gezogenen Hengst David Frost legten wir 2012 den Grundstein für unsere Zucht.

Katja Altenstrasser, Foto: Fabis Fotografie

Ihr engagiert Euch beide neben Beruf und Pferden seit Jahren ehrenamtlich im Verein Paint Horse Austria. Was ist Euer Antrieb für die zusätzliche Arbeit?

Susi: Zur Paint Horse Austria bin ich gekommen, weil Franz Vorraber damals so hartnäckig war. Kaum hatte ich Quaxi gekauft, hat er angerufen und gesagt, dass er Leute braucht, die im Zuchtverein mitarbeiten. Ich sollte stellvertretende Schriftführerin werden, weil „damit hast Du eh keine Arbeit“, sagte Franz. Bei der Sitzung war es dann so, dass derjenige, der ursprünglich als Schriftführer vorgesehen war, gar nicht erst aufgetaucht ist. So habe ich den Posten notgedrungen übernommen. Seither bin ich dabei und auch dabei geblieben, weil ich Paint Horse Züchterin aus Leidenschaft bin. Ich habe mich vor 24 Jahren in diese Rasse verliebt und mit meiner Arbeit im Verein möchte ich meinen Beitrag leisten, diese Rasse zu fördern und zu featuren und andere Leute darauf aufmerksam machen.

Katja: Ganz so lange sind wir noch nicht dabei. Als Paint Horse Neulinge wussten wir vor zwölf Jahren nichts von der Existenz der PHA, da wir uns ja Hals über Kopf ins Showleben gestürzt und die alten Hasen dort erst alle kennengelernt haben. Auf einer Euro Paint wurden wir dann von den anderen Österreichern zu einer der Sitzungen eingeladen. Für uns war klar, dass wir bei dem Verein dabei sein möchten, der das Paint Horse in Österreich vertritt – mitzudenken, etwas zu bewirken und zu bewegen. Nach und nach lernten wir tolle engagierte Menschen kennen und wurden Teil des Zuchtausschusses. Daraus sind über die Jahre tolle Freundschaften entstanden. Antrieb war und ist die Liebe zum Paint Horse, mit dem Wunsch und dem Ziel, die Rasse zu erhalten, zu verbessern und einen Beitrag zur gesunden Zucht zu leisten.  

Was ist Euer Wunsch für die Paint Horse Austria? Was möchtet Ihr erreichen?

Katja: Dass wir weiter wachsen und gedeihen, dass wir weiter Mitglieder gewinnen können, um gemeinsam Großartiges zu schaffen, für Turnierreiter, Freizeitreiter oder Liebhaber dieser Rasse gleichermaßen. Wir möchten in Österreich die Infozentrale rund um’s Paint Horse sein, Anlaufstelle bei Fragen und unseren Mitgliedern Unterstützung bieten. Wir bemühen uns, sind offen für Anregungen und auch für Kritik und laden jeden zum Mitwirken ein.

Susi: Die österreichische Paint Szene ist nicht groß. Wir sind ein kleiner Verein, aber wir leisten viel. Wir züchten tolle Pferde und wir mischen turniermäßig auf europäischer Ebene ganz oben mit. Mit unserem Engagement möchten wir unsere Mitglieder und die, die es noch werden wollen, begeistern und mitreißen. Die letzten Jahre war die PHA ein bisschen im Dornröschenschlaf, aber jetzt ist ein Umbruch zu spüren. Wir haben wir viele neue Leute, die sich aktiv im Verein engagieren, die neue Ideen haben und die Motivation, diese auch umzusetzen. Dieser Pioniergeist ist ansteckend und das soll so weitergehen. Wir blicken hoffnungsvoll in die Zukunft und freuen uns auf ein ereignisreiches Jahr 2020.

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