Behind The Scenes: Multi-Talent Anja Schneeberger

Most of our articles deal with the big champions in the European AQHA/APHA/ApHC industry. A few weeks ago, however, we decided to put those in the spotlight that are usually unseen as they are working behind the scenes of the big shows. In the first part of this series, we introduced Sandra Görtz who does banding and braiding. Today, our article focus on someone who is usually much more closer to the showring, but never the center of attention. Time to change that! Anja Schneeberger is a familiar face on the European show circuit and a real all-rounder. She works as a ring steward at the VWB shows, helps with the awards presentations at the ECQH and the Q and supports the team that sets up the courses. Anja does it all and she does it with a smile on her face. Always. Whether it is cold or late at night, Anja is happy and there is hardly anyone who has not had some late-night talks with Anja during the paid warm up.

Anja (links)
Anja (left) as ring steward at a VWB show

How come someone is that dedicated to so many jobs? “Coincidence,” Anja says. “Most of the people that work behind the scenes got involved ‚by accident‘. At one point in the past, I was talking to Renate and Rainer who work for the VWB and offered to help. In 2011, they called me and asked, whether I wanted to join the team. Since 2017 I am also helping the adorable Marie with the awards presentation. Which was a coincidence as well.”

Anja is working in many fields at the shows and knows the trials and tribulations of the competitors. Contrary to many others who work at the shows, but have never shown. Anja, however, got her first horse in 2001: “I got my first horse after graduating high school and since then there were more and more and..” More horses lead to showing. “As a Youth kid I showed a lot, but now I do not have time to practice anymore. And I had to decide whether I want to show or work at a show and currently I prefer working there!” Her positive attitude explains why Anja is that good at her job(s). “I love working at the shows – this is where I can meet people that are as crazy as I am! All jokes aside, we horse show people only see each other at shows as we are living all throughout Europe. I love the atmosphere at shows and I love meeting old friends and new people!” An amazing atmosphere and unforgettable moments, that is what good shows are made of. Just like Sandra, Anja loves the small moments and loves cheering on her friends: “I am always happy if someone who really deserves it wins or whenever I meet all my friends after the off-season. Or if I work with a nice judge. It’s the sum of all the little moments that makes the whole experience special.” This statement sounds familiar…

Never not having fun! Picture: Caro Behnke
Never not having fun! Picture: Caro Behnke

There are, however, things that Anja would change if she could: “I would love less long working days, but on the other hand I think it is great that the shows have become so big and there is a real competition for all the riders. I would also love if judges would always judge what horse and rider show in the pen and nothing else. With respect to competitors I also have to say: In order to keep the show running smoothly, it is crucial that everyone is on time! If we have to wait, we lose a lot of time.”

Despite all the fun Anja’s jobs are though: “Our days at the show start at seven and we do not know when the day ends – sometimes we have to work late and night and have to be completely concentrated. One mistake when adding the penalties to a score will result in a lot of extra work for everyone.” We all know the feeling of coming home after a show and being totally exhausted, literally not able to function among other humans. Anja, however, has her own strategy of how to deal with “horseshow coma”: “Since I am self-employed, I do not schedule riding lessons on Mondays after a show. Thereby, I can concentrate on cleaning my attire and care for my kids.”

Her ability to plan accordingly shows why Anja is a highly-valued member of so many teams. No matter if at VWB, FEQHA or DQHA shows Anja does her job and is still always up for some fun – even at 1 a.m. in the morning during paid warm up. Those moments with Anja are part of our collection of memorable moments that make a show!


Nicht nur die Champions in den großen Arenen, sondern auch die, die hinter den Kulissen arbeiten, vorstellen – das war der Hintergedanke bei unserer neuen Series „Angels Behind the Scenes“. Im ersten Teil haben wir „Zöpfelqueen“ Sandra Görtz vorgestellt, die wirklich hinter den Kulissen arbeitet. Heute geht es um eine Person, die man sicher oft in der Nähe des Showrings sieht, die etwas näher am eigentlichen Geschehen ist und trotzdem nie direkt in den Fokus rückt – Zeit, das zu ändern! Anja Schneeberger ist nicht nur jedem bekannt, sie ist auch ein echtes Multitalent. Ringsteward bei den VWB Turnieren, auf EM und Q im Siegerehrungsteam und in Aachen sogar immer noch Teil des Parcoursdienstes. Anja kann alles und sie kann alles vor allem gut gelaunt. Egal, ob Kälte oder lange Nächte, Anja ist immer freundlich und es gibt kaum jemanden, der nachts beim Paid-Warm-Up nicht den ein oder anderen Plausch mit Anja geführt hätte.

Wie aber kommt jemand dazu, sich in so vielen Bereichen zu engagieren? „Eher durch Zufall,“ sagt Anja „wie wahrscheinlich die meisten von uns. Ich habe mich irgendwann mal mit Renate und Rainer von der VWB über Turniere unterhalten und meine Hilfe angeboten. 2011 kam dann ein Anruf,  ob ich denn Lust hätte, mitzuarbeiten. Seit 2017 darf ich außerdem der bezaubernden Marie bei den Siegerehrungen auf der EM und der Q unter die Arme greifen! Was allerdings auch wieder auf einem zufälligen Gespräch beruht.“

Anja ist in allen Bereichen unterwegs, versteht die Sorgen und Nöte der Turnierreiter im Gegensatz zu vielen anderen, die mitarbeiten, aber selbst kaum reiten. Nicht so Anja, sie bekam ihr erstes Pferd im Jahr 2001: „Mein erstes eigenes Pferd bekam ich zum Schulabschluss. Seitdem wurden es stetig mehr.“ Durch mehr Pferde kamen irgendwann auch automatisch die Turniere dazu: „Als Jugendliche bin ich regelmäßig Turniere gegangen, aber mittlerweile fehlt mir die Zeit, entsprechend zu trainieren. Ausserdem müsste ich mich dann entscheiden,  ob ich auf den Turnieren reiten oder arbeiten möchte. Und momentan macht mir das arbeiten eindeutig mehr Spaß!“ Diese Einstellung trägt bestimmt dazu bei, dass Anja ihren Job so gut macht. „Aktuell liebe ich diese Arbeit sehr, denn nur auf den Turnieren treffe ich so verrückte Leute, wie ich es bin! Spaß beiseite, es ist tatsächlich so, dass wir uns alle nur auf den Turnieren treffen, weil wir über ganz Deutschland und Europa verteilt leben und trainieren. Ich finde die Atmosphäre auch sehr schön, außerdem trifft man jedesmal wieder neue, wahnsinnig nette Leute!“ Schöne Atmosphäre, schöne Momente, das macht gute Turniere aus. Ebenso wie Sandra liebt Anja die kleinen Momente und fiebert mit ihren Bekannten und Freunden mit: „Ich freue mich jedes Mal, wenn jemand gewinnt, der es wirklich verdient hat oder wenn ich alte Freunde und neue Bekannte nach der Winterpause wieder treffe. Oder einen netten Richter habe, mit dem ich fünf Tage arbeite. Die Summe der kleinen besonderen Momente macht es aus.“ Das haben wir doch neulich schon einmal so ähnlich gehört.

Anja (links)
Anja (links) als Ringsteward

Andererseits gibt es auch Dinge, die Anja gerne verbessern würde. Nicht nur im Hinblick auf die Organisation, sondern auch auf das Verhalten der Teilnehmer: „Weniger lange Arbeitstage wären toll, andererseits freue ich  ich natürlich,  dass die Turniere so gut angenommen werden und die Reiter eine echte Konkurrenz haben, gegen die sie ihr Können beweisen können. Ich fände es auch toll, wenn immer nur das tatsächlich Gezeigte bewertet werden würde und nicht andere Faktoren noch mit reinspielen. Zum Thema Teilnehmer kann ich nur sagen: Für einen funktionieren Zeitplan ist es unglaublich wichtig, dass wir die Teilnehmer zu Prüfungsbeginn am Start oder im Warm-Up Bereich haben. Wenn wir zu suchen anfangen müssen, verlieren wir sehr viel Zeit.“

Trotz jeglichen Spaßes ist es natürlich auch ein anstrengender Job – egal, welchen Anja grade ausübt: „Die Turnierwoche ist spätestens ab Freitag sehr anstrengend,  weil wir von morgens um sieben Uhr bis manchmal spät nachts voll konzentriert arbeiten müssen. Denn ein Rechenfehler zieht immens viel Arbeit für alle Beteiligten  nach sich.“ Wir alle kennen das: Man kommt vom Turnier heim und ist die nächsten Tage darauf eigentlich kaum für das normale Leben gerüstet. Anja hingegen hat sich mittlerweile schon eine Strategie überlegt, wie sie mit dem „Turnierkoma“ umgeht: „Ich habe den Vorteil der Selbständigkeit und kann so planen, dass ich den Montag nach jedem Turnier keine Reitstunden geben muss. Ich kann also in Ruhe meine Wäsche waschen, nachdem meine Kinder in Schule und Kindergarten sind.“

Anja (Mitte) mit Sara Dippold (rechts) und Franca Bartke. Never not happy! Bild: Caro Behnke
Anja (Mitte) mit Sara Dippold (rechts) und Franca Bartke. Never not happy! Bild: Caro Behnke

Bei so viel überlegter Planung wird klar, wieso Anja ein gern gesehener Mitarbeiter bei verschiedenen Verbänden ist. Egal, ob VWB, FEQHA oder DQHA, Anja erledigt ihre Arbeit zielstrebig und ist trotzdem für jeden Spaß zu haben – selbst um ein Uhr nachts beim Paid Warm Up. Das sind wiederum kleine Momente mit Anja, die auch für uns eine gelungene Show ausmachen!

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