A New “Corona-Hobby”: DIY Show Outfits

Oh, yes, the lockdown – the time of Zoom parties, home-office and many, many new hobbies. While normal people were learning macramé or baking banana bread, horse show people did their own thing – like creating new outfits. That is exactly what Sina, a successful EWU equestrian, and her Mom did. Sina told TSL how their “corona hobby” developed and shared their advice on making DIY outfits.

How and why did you start creating outfits?

I have always been a big fan of anything that sparkles. I have been like that since I was a little child. Being a Western rider fits perfectly into that addiction. Since I was a student until last summer and did not earn any money, I figured I could do my outfits by myself – because any existing sparkling outfits were way out of my price range. During the past years, my Mom and I did some outfits by ourselves and got better and better. And then the lockdown came and we had to spend so much time at home anyways, so we decided to put even more effort into those outfits.

Are those outfits just for you or do you plan on selling them?

At the moment, we are doing this just for fun. We just want time to go by faster. We created an Instagram page to share our DIY work with people and exchange experience and advice. I am not saying we won’t ever sell the outfits – but I want to do this once I feel like the quality justifies a certain price. We are still learning and are far away from perfect. Since I will be starting university towards the end of this year and might have less time to ride, I might sell some outfits then while making new ones.

Where do you get inspiration from?

I am honest: the internet. I love to scroll through social media and get inspired. I love looking at the pages of American designers. Some of them are my idols. But those accounts are for inspiration only. I have always been very creative and I love that I can use that creativity to create show clothing. I feel like I can say that my outfits have a personal note which gets more and more dominant with each outfit. I am also keeping an eye on current trends. But everything I create is created in my room. My goal is to be able to sit on my desk and just start drawing, without having to search for inspiration first.

What were the challenges with creating DIY outfits?

I don’t know where to start… Our first struggle were the patterns. We ordered one pattern for a vest from the states. As soon as it had arrived, we adjusted it to my measurements. When my Mom sewed the pieces together, we were shocked: Instead of a size 10 it was a size 14. 

Our next problem was to find the right material. We do not have any shops nearby that offer fabric, so we had to order online. To find a color that matched the chaps perfectly was a real challenge. Another challenge was to get the perfect rhinestones. I have been looking for a good offer for a long time. I want the rhinestones to sparkle like hell, but they should be somehow affordable. I once ordered rhinestones from Asia – either they arrived too late or I got a bright yellow instead of navy. Finding the right glue wasn’t easy as well. When I applied my first 1000 stones, about 500 of them fell off.

Any advice for people who want to create their own outfits?

If you think about doing that: just do it! If you are afraid of sewing an outfit by yourself, you can ask one of the many designers who offer blank pieces on which you can apply rhinestones. That’s how I started. In general, a good pattern is the key to any outfit. And: Practice makes perfect. 

I would also advise to plan enough time for each step. If you feel like you’re losing focus, take a break. Otherwise you might mess up something because you’re lacking concentration.


Ach ja, der Lockdown – die Zeit der Zoom-Partys, des Home-Office und vieler, vieler neuer Hobbys. Während “normale” Menschen Makramee gelernt und Bananenbrot gebacken haben, gab es für Westernreiterinnen ganze andere Beschäftigungen: Outfits bestrassen beispielsweise. Genau das haben auch Sina, die selbst erfolgreich auf EWU-Turnieren reitet, und ihre Mama gemacht. Uns hat Sina erzählt, wie es zu ihrem Corona-Hobby kam und welche Tipps sie für das Selbermachen von Outfits haben.

Wie ist es dazu gekommen, dass ihr selbst Outfits gemacht habt?

Ich konnte mich schon immer für alles begeistern, was glitzert und funkelt. Seit ich klein bin, ist das eine große Liebe von mir. Es passt also perfekt, dass ich meine Liebe beim Westernreiten ausleben kann. Da ich selber bis letzten Sommer Schülerin war und kein eigenes Geld verdient habe, bin ich auf die Idee gekommen, mir meine Outfits selber zu machen, da alles, was in meinen Augen ausreichend geglitzert und gefunkelt hat, schlichtweg nicht in mein Budget gepasst hat. Im Laufe der vergangenen Jahre haben Mama und ich uns so immer mal wieder an eigenen Outfits versucht und das Ganze für uns verbessert. Dadurch, dass wir beide in der jetzigen Lockdown-Zeit gezwungenermaßen besonders viel Zeit zuhause verbringen, haben wir begonnen, das Ganze etwas „exzessiver“ zu betreiben.

Wollt ihr das nur für euch machen oder die Outfits auch verkaufen?

Momentan dient das Ganze nur dem Spaß an der Freude. Mama und ich müssen uns die Zeit einfach ein bisschen vertreiben, dafür ist es gedacht. Auf unserer Instagram-Seite möchten wir den Leuten einen Einblick in unsere Arbeit geben und ein Paar Erfahrungen und Tipps austauschen. Ich muss allerdings sagen, dass ich nicht abgeneigt bin, die Outfits irgendwann mal zu verkaufen. Dazu würde ich mich allerdings erst entscheiden, wenn ich der Meinung bin, dass die Qualität der Outfits entsprechend ist. Momentan lernen Mama und ich ständig noch etwas dazu und das Ganze ist noch nicht perfektioniert. Da ich zum Ende des Jahres allerdings ein Studium beginne und dann vielleicht keine Zeit mehr habe, meinen Reitsport aktiv auszuüben, könnte ich mir vorstellen, dann vielleicht ein paar der Outfits zu verkaufen und weiterhin neue zu fertigen.

Wo holst du dir Inspiration für die Desings?

Ich bin ganz ehrlich: Meine Inspirationsquelle ist das Internet. Ich scrolle gerne stundenlang durch Social Media und lasse mich berieseln. Meistens schaue ich mir die Seiten von amerikanischen Designern und ihren Outfits an. Dort gibt es einige, zu denen ich aufschaue. Sie dienen aber alle lediglich der Inspiration. Ich war schon immer ein sehr kreativer Mensch. Mit den Showoutfits kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen und mich ausleben. Ich würde also schon behaupten, dass meine Designs ihre eigene Handschrift tragen und diese auch von Outfit zu Outfit präsenter wird. Natürlich versuche ich alles, um immer auf dem Laufenden in Bezug auf die aktuellen Trends zu bleiben. Die Umsetzung erfolgt dann aber ganz allein in meinem Zimmer. Mein Ziel ist es, mich irgendwann einfach an den Schreibtisch setzen zu können und loszuzeichnen, ohne mich vorher von anderen inspirieren lassen zu müssen. Darauf arbeite ich hin.

Was gab es für Herausforderungen bei den DIY-Outfits?

Ich weiß tatsächlich gar nicht, wo ich anfangen soll… Zu Beginn sind wir bereits am Schnittmuster gescheitert. Das erste Muster für eine Weste, das Mama und mir als Grundlage diente, haben wir aus Amerika bestellt. Nachdem es endlich da war, haben wir das Schnittmuster an meine Körpermaße angepasst. Als Mama es dann zusammengenäht hat, haben wir mit Schrecken feststellen müssen, dass es statt einer Konfektionsgröße 36 einer 40 entsprach. 

Das nächste Problem war und ist, die passenden Materialien zu finden. Dadurch, dass wir leider in der Nähe keine Geschäfte haben, die eine große Auswahl an Stoffen besitzen, bestellen wir viel im Internet. Hier aber einen genauen Farbton zu finden, der dann auch zu den Chaps passt, ist ziemlich schwierig. 

Auch die in meinen Augen “perfekten” Strasssteine zu bekommen, war eine Herausforderung. Ich habe recht lange gebraucht, bis ich für mich einen passenden Anbieter gefunden habe. Schließlich sollten die Steine funkeln und glitzern wie eine Discokugel, aber bitte doch preislich erschwinglich sein. So musste ich leider auch schon die Erfahrung machen, dass Steine aus Asien entweder Monate später bei mir ankamen oder es anstelle von dunkelblauen Perlen qietschgelbe geworden sind. Zudem habe ich lange nach dem passenden Kleber gesucht, denn anfangs sind mir von 1000 Steinen. die ich geklebt habe, bestimmt 500 wieder abgefallen.

Hast du Tipps für andere Leute, die ihre Outfits selber machen wollen?

Zuerst einmal rate ich allen, die mit dem Gedanken spielen, sich Outfits selber machen zu wollen: Fangt einfach an! Sollte man sich nicht trauen, sich selbst an die Nähmaschine zu setzten, so bieten viele Designer heute ja auch schon Rohlinge an, die man selber bestrassen kann. So habe ich tatsächlich auch angefangen. Grundsätzlich aber ist für mich ein passendes Schnittmuster und gutes Material das A und O. Bedenkt immer: Übung macht den Meister!

Grundsätzlich rate ich, sich bei jedem Arbeitsschritt ausreichend Zeit zu lassen. Wenn man merkt, dass die Konzentration nachlässt, dann sollte man lieber eine Pause machen. Nicht, dass man aufgrund mangelnder Konzentration unsauber arbeitet. 

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