How To Do: Extended Gaits in Western Pleasure

Western Pleasure is one of the most controversial events in our industry. The past years the call for more forward motion and extended gaits could be heard everywhere. Which is why showing extended gait, no matter if at the walk, jog or lope, is now a mandatory part in AQHA Western Pleasure classes. Although it sounds simple, riding extended gaits can be much of a challenge. We have asked one of the most successful US-trainers, Kristy Starnes, and multiple Int. DQHA Champion and NSBA Futurity winner Arne Kühn for their advice.

Kristy Starnes

Kristy Starnes; picture: Certified Images
Kristy Starnes; picture: Certified Images

As a judge and trainer I am really looking for a true two-beated gate. The horse needs to fully engage in its hind quarters and not be „walky“ or too slow as to not have a two-beated gate. I would rather see a horse jog faster and true than not fully engaged and half walking. The extended jog should be a lengthening of the stride of the jog. It is not a race for who can go the fastest at an extended trot just an extension of the stride of the jog. In training a horse to extend the jog we like to have the horse where we ask for each stride of the extension and stopping asking for extension means the horse resumes the regular jog. Many of our Western Pleasure horses are bred now so that the jog is their natural fate and they are very happy to just come back to the regular jog and not be extending. As far as presentation, exhibitors need to show their horse where it is most comfortable. If that is on the rail or slightly off the rail. I would say that Western Pleasure is a rail class so it should be avoided to be in the middle of the arena at all times particularly if you have a large available rail space.

 

Arne Kühn

Arne and Promise Me Krymsun ; Bild: The Showlife
Arne and Promise Me Krymsun, NSBA EUROPEAN CHAMPIONS OPEN WESTERN PLEASURE ; Bild: The Showlife

In training, I try to push my horses forward, on a lose rein as I would have in the show and in a more collected manner as well. I want them to have a long, straight front leg and push from behind. My aim is to have a horse which does not go faster in the extended gait, but lengthens its stride. It is important to show the horse that it is allowed to go forward, they need to have the heart to go forward. Many people still assume that pleasure horses should just be slow, but they should rather show a nice, flowing movement. Therefore the horse needs to dare to finish complete strides while being well in the bridle.

During the class, I move away from the rail if extended gaits are called. My horse needs to know the difference between the normal gait and the extended. I do it like this at home as well: Whenever I’m on the rail, I let my horse relax, whenever I work them, I do so in the middle of the arena. Actually, I do not really ride on the rail while training my pleasure horses. It depends on the horse’s ability how I show the extended gait: If I have a horse that is able to push forward during the extended gait and push from behind, I tend to ride more on the inside of the arena to make sure that the judges recognize me.

One thing I have noticed: Some people tend to either make the horse faster, which results in shorter, faster strides, not longer ones; others do not really show a difference between jog and extended jog.

Many judges call for extended lope if they think that certain horses are moving too slow. They want the riders to push them more forward and show a more cadenced lope. Since I put a lot of emphasis on a cadenced lope anyway, I really use the extended lope to show that I am not afraid to push my horse forward, no matter if on the rail or not. I want the judge to notice that I can implement each command and that I still have control over my horse.

Considering the rider’s body position, I like to remain straight in my upper body. If the rider starts to move too much, the whole picture is unsettled, which I personally do not like. I try to use my legs and my voice when pushing a horse forward and not my pelvis. I think that the latter is more suitable for Trail or Western Riding.

 


Western Pleasure ist eine der meist diskutierten Klassen in unserer Szene. In den vergangenen Jahren wurden die Forderungen nach mehr Vorwärtsbewegung und verstärkten Gängen immer lauter. Deshalb ist es mittlerweile Pflicht, in jeder AQHA Pleasure Klasse mindestens in einer Gangart Extended Gaits abzufragen. Auch wenn es einfach klingt – verstärkte Gangarten können eine Herausforderung sein. Wir haben eine der erfolgreichsten US-Trainerinnen, Kristy Starnes, und den mehrfachen Int. DQHA Champion und NSBA Futuriy Sieger Arne Kühn zu diesem Thema befragt.

Kristy Starnes

Kristy Starnes; Bild: Certified Images
Kristy Starnes; Bild: Certified Images

Als Richterin und Trainerin ist mir eine klarer Zweitakt im Trab sehr wichtig. Das Pferd muss Gewicht auf die Hinterhand aufnehmen, sie dadurch aktivieren und darf nicht zu langsam sein oder einen schrittähnlichen Gang zeigen. Ich bevorzuge ein schnelleres Pferd, das einen klaren Zweitakt zeigt, vor einem, das fast Schritt läuft. Der Extended Trot soll eine Gangverstärkung der Schritte im Jog sein. Es geht nicht darum, wer am schnellsten unterwegs ist. Im Training möchte ich das Pferd bei jedem Schritt des Extended Jog bei mir haben, es soll auf mich hören und sobald ich die Gangverstärkung beende, soll es wieder Jog gehen. Viele Western Pleasure Pferde heutzutage sind so gezüchtet, dass Jog für sie ein natürlicher Gang ist und sie sind zufrieden, wenn sie aus der Gangverstärkung zurück kommen und den Jog zeigen können. Was die Präsentation angeht: Die Reiter sollten so showen wie sie sich wohlfühlen, egal ob sie dabei auf dem Hufschlag oder leicht innen reiten. Ich denke, Western Pleasure ist eine Rail Class, insofern sollte man es vermeiden zu weit innen zu reiten, wenn man ausreichend Platz hat, um auf der Rail zu sein.

Arne Kühn

Arne und Promise Me Krymsun, NSBA EUROPEAN CHAMPIONS OPEN WESTERN PLEASURE ; Bild: The Showlife
Arne und Promise Me Krymsun, NSBA EUROPEAN CHAMPIONS OPEN WESTERN PLEASURE ; Bild: The Showlife

Ich achte schon im Training zuhause darauf, dass ich meine Pferde oft und viel vorwärts reite, sowohl am losen Zügel wie in der Show, als auch aufgenommen, dass sie mit der Hinterhand Gewicht aufnehmen, ein schönes, langes Vorderbein zeigen und den Push vom Bein entsprechend umsetzen. Das Ziel ist, dass mein Pferd, wenn Extended Gaits in der Show gefragt werden, nicht schneller wird, sondern die Schritt- oder Sprunglänge – je nach Gangart – verlängert. Es ist wichtig für die Pferde, dass sie sich auch trauen, vorwärts zu gehen. Viele Reiter denken ja immer noch, dass Pleasurepferde langsam sein müssen, dabei geht es ja eher darum, dass sie eine schöne, weiche Bewegung zeigen. Von daher muss das Pferd sich auch trauen, den Galoppsprung oder Trabschritt durch das Gebiss komplett nach vorne zu beenden.

Während der Show achte ich darauf, dass ich im Extended Trot oder Lope auf jeden Fall den Hufschlag verlasse, dass meine Pferde einen klaren Unterschied zwischen den normalen Gangarten und den Extended Gaits merken. Das trainiere ich auch zuhause so: Auf dem Hufschlag lasse ich meine Pferde in Ruhe, dass sie lernen, sich zu entspannen. Wenn ich die Pferde aufnehme und arbeite, dann arbeite ich häufig in der Mitte der Halle. Daher verbringe ich beim intensiven Training meiner Pleasurepferde eigentlich keine Zeit auf dem Hufschlag.

Beim Showen der Extended Gaits entscheide ich auch nach Talent des Pferdes: Habe ich ein Pferd, das im Extended Trot und Lope wirklich schön „aufmacht“, deutlich länger im Schritt und nicht schneller wird, reite ich eher weiter nach innen, dass der Richter mich auch wirklich wahrnimmt.

Was mir aufgefallen ist: Viele Reiter tendieren entweder dazu, ihr Pferd hektisch schneller zu machen, was dazu führt, dass das Pferd seine Schritte nicht verlängert, sondern kurze, schnellere Schritte macht; bei anderen sieht man wiederum kaum Unterschied zwischen Jog und Extended Jog.

Gerade der Extended Lope wird oft gefragt, wenn Pferde zu langsam im Galopp sind und man möchte, dass sie etwas „angeschoben“ werden und dadurch einen korrekteren Takt zeigen. Da mein Hauptaugenmerk im Training ohnehin darauf liegt, dass meine Pferde stark von hinten galoppieren und das weit nach vorne umsetzen, nutze ich den Extended Lope im Prinzip wirklich nur, um deutlich zu zeigen, dass ich keine Bedenken habe, meine Pferde deutlich vorwärts zu showen, egal, ob auf der Rail oder abseits der Rail. Der Richter soll sehen, dass ich jedes Kommando direkt umsetzen kann und mein Pferde in jedem Tempo zu 110 Prozent unter Kontrolle habe.

Was die Körperposition des Reiters angeht, versuche ich, auch in den Extended Gaits groß und aufrecht zu sitzen. Wenn ich als Reiter anfange, mich zu viel zu bewegen, gibt das ein sehr unruhiges Bild, was ich persönlich nicht schön finde. Ich versuche, meine Pferde vorwiegend über Bein und Stimme vorwärts zu reiten und gar nicht so sehr über das Becken. Sowas würde ich eher in Trail und Western Riding machen.

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