How to Organize a Show in Times of the Corona Virus

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“Great news!”, “OMG”, “Horse shows are on again!” – those were just some of the reactions when it was clear: The VWB Bavarian Championship is taking place. Usually held in May with many more classes, it is one of the most popular VWB/AQHA shows in Europe. Now, it is taking placing in August, with a limited schedule and many strict hygiene regulations – but people couldn’t care less: At least, a big show is taking place. This is thanks to the VWB team who have worked many hours to make this possible. We have talked to the media spokeswoman of the VWB, Corrie Fuhr, about organizing a show during those crazy times.

Let’s go back to March when it finally became obvious: This Corona and lockdown thing is real. New regulations appeared and big events had to be cancelled. “We, however, wanted to hold on to our shows as long as possible. We decided we’d only cancel them if we had to,” Corrie told us. When it was clear that the Bavarian Spring Classic had to be cancelled, uncertain times began for the VWB team: “We basically moved from week to week trying to deal with the new rules and adapt our shows to those,” Corrie says and adds: “But it was hard, because there was a change of rules almost every week.”

The team quickly adapted to the new conditions and met via Zoom: “It worked out really well, we are thinking of doing any kind of assembly like this now”, Corrie states.

According to her, the main problem was the fact that Gut Matheshof didn’t want to open. “We couldn’t do anything at that point.” Another crucial point was that the Bavarian government would allow sport events at some point – but not in closed rooms: “Try having a show like the Bavarian Championship without an indoor arena – it wouldn’t work: The reiners couldn’t show and as soon as the weather gets bad, you’d have a big problem,” Corrie stresses. “We tried to contact the government and ask if we could held the Summer Show, but they answered eight weeks later – at the time the show should have taken place.”

A situation like this won’t be possible this year: Social distancing is required. Picture: TSL

That was when the team decided to focus on August: “We definitely wanted to do the Bavarian Championship.” Together with the team of the NRHA, “we worked really hard to make this happen,” Corrie told us. Remember: Most of the members of the VWB team are volunteers. “Gut Matheshof also tried a lot, so that they could open again.” Lots and lots of phone calls later, it was finally official: The Bavarian Championship will take place in August.

But it will be different than usual: People do have to follow the Bavarian Covid-rules and the show team has set up a hygiene concept. So what about all the things we love so much about showing – hugging your friend if they have won or having dinner together? “All sorts of hugging or high-fives are not allowed,” Corrie stresses. “You can have dinner together, but ideally you should eat outside and keep the distance of 1,5 meters.” Corrie is pretty sure that the police or any other officials will visit and check if all the requirements are met.

“Please just stick to the rules – we don’t want to remind you everytime!”

Corrie Fuhr

Despite the new rules, there are also new things that are fun: the new Young Horse Cup, for example. “Our intention was to offer a fair opportunity of competition to those horses that couldn’t be shown under saddle this year so far,” Corrie explains. This Cup is for 2YOs and 3YOs who can show in Longe Line, Trail in Hand and Showmanship. There is a prize money of 1000 Euro in each class and the overall winner will get a trophy: “You can show your horse in only one of those classes if you want,” Corrie says.

The Golden Series events won’t be a series in the strict sense this year: “They are each individual classes and you can show at the Bavarians or at the Indian Summer Show in October,” Corrie clarifies.

Oh, yes, what about the upcoming show? “Things could be totally different by then,” Corrie stresses. “The Bavarian Championship is one of three shows – the other two being a jumping and a Reining event – that are taken as examples of how the concept works out. If this will still be the same in October – we will see.”


Wie organisiert man ein Turnier in Corona-Zeiten?

„Tolle Neuigkeiten!“, „Oh mein Gott!“, „Endlich wieder Turnier!“ – das waren die Reaktionen, als klar war: Die Bayerische Meisterschaft der VWB findet statt. Es ist eines der beliebtesten Turniere, findet normalerweise im Mai und mit deutlich mehr Klassen statt. Nun aber ist der Termin im August und der Zeitplan limitiert. Außerdem gibt es strenge Hygieneregeln. Das ist vielen Reitern aber egal: Hauptsache wieder Turnier! Das VWB-Team hat lange daran gearbeitet, das so möglich zu machen. Wir haben mit der VWB-Pressesprecherin Corrie Fuhr darüber gesprochen, wie man ein Turnier in diesen Zeiten organisiert.

Gehen wir zurück in den März: Irgendwann wurde klar, dass das mit den Ausgangsbeschränkungen und Quarantäne keine leeren Worte der Politiker sind, sondern Realität sind. Es gab neue Regeln und große Veranstaltungen wurden abgesagt. „Wir wollten unsere Turniere aber erst absagen, wenn wir es wirklich mussten – nicht schon vorher“, sagt Corrie. Als dann aber klar war, dass die Bavarian Spring Classic definitiv nicht stattfinden kann, kamen unsichere Zeiten auf das VWB-Team zu. „Wir haben uns von Woche zu Woche gehangelt und versucht, mit den neuen Regeln umzugehen und unsere Shows irgendwie weiter zu planen“, erzählt Corrie und fügt hinzu: „Aber es war wirklich schwer, weil jede Woche ja irgendetwas anderes galt.“

So gedrängt auf der Tribüne zu sitzen, ist dieses Jahr auf der BM nicht möglich. Foto: TSL

Wie viele andere ist auch das VWB-Team schnell auf Online-Meetings via Zoom umgestiegen. „Es hat wirklich gut funktioniert, wir werden vielleicht auch in Zukunft Sitzungen so abhalten“, lautet Corries Fazit.

Ein großes Problem bei der Planung war laut Corrie, dass Gut Matheshof nicht öffnen wollte: „Und da können wir dann auch nichts machen.“ Ein weiterer kritischer Punkt: Das bayerische Innenministerium erlaubte zwar irgendwann Sportveranstaltungen – aber nur draußen: „Mach mal eine Show wie die Bayerische Meisterschaft ohne Halle – das kann man knicken, allein schon deshalb, weil die Reiner nicht kommen könnten“, betont Corrie. „Wir haben versucht, das Innenministerium zu kontaktieren und zu klären, ob die Summer Show stattfinden kann und haben acht Wochen später eine Antwort bekommen – in der Woche, in der die Summer Show eigentlich gewesen wäre.“

Daraufhin entschied das Team, sich auf den August zu konzentrieren. „Wir wollten auf jeden Fall schauen, dass wir die Bayerische machen können“, sagt Corrie. Zusammen mit dem NRHA-Team habe die VWB hart daran gearbeitet, dass das Turnier stattfinden kann. Dabei darf man nicht vergessen, dass der Großteil des VWB-Teams ehrenamtlich arbeitet. „Gut Matheshof hat dann auch viel versucht, dass sie wieder öffnen können.“ Viele Telefonate später war es dann offiziell: Die Bayerische Meisterschaft findet im August statt.

Aber natürlich anders als gewohnt: Reiter und Helfer müssen die bayerischen Corona-Regeln befolgen und auch vom Turnierteam gibt es ein Hygiene-Konzept. Was ist also mit den kleinen Dingen, die Turniere besonders machen – zum Beispiel eine Umarmung nach einem Sieg oder gemeinsam zu essen? „Umarmungen, Abklatschen und so weiter ist dieses Mal nicht erlaubt“, betont Corrie. „Natürlich kann man gemeinsam essen, aber idealerweise draußen und natürlich mit Abstand.“ Sie ist sicher, dass die Polizei und die Behörden auch kontrollieren werden. Ihr Appell daher:

„Bitte haltet euch an die Regeln! Wir wollen euch nicht immer ermahnen!“

Corrie Fuhr

Neben den neuen Regeln gibt es aber auch schöne neue Dinge: beispielsweise den Young Horse Cup. Dieser ist für Zwei- und Dreijährige. „Unser Gedanke war, den jungen Allroundpferden, die ja dieses Jahr noch nicht aufs Turnier konnten, einen fairen Einstieg zu ermöglichen.“ Es gibt eine Showmanship, Longe Line und einen Trail in Hand. In jeder Klasse ist ein Preisgeld von 1000 Euro angesetzt. Der Gesamtsieger bekommt außerdem eine Trophy. „Man kann aber nur eine oder zwei Klasse starten, wenn man das möchte“, erklärt Corrie.

Auch die Golden Series ist dieses Jahr ein wenig anders – nämlich keine Series im strengen Sinne, sagt Corrie: „Es sind in sich abgeschlossene Klassen auf der Bayerischen und der Indian Summer Show.“ Die 2.000 Euro Preisgeld pro Series-Klasse werden auf jedem der zwei Turniere unabhängig voneinander ausgeschüttet.

Wie geht es denn mit Letzterer nun weiter? „Bis dahin kann alles schon wieder anders sein“, betont Corrie. „Die Bayerische ist eine von drei Shows – die anderen sind ein Spring- und ein Reiningturnier – die als Maßstab genommen werden, ob das mit den Turnieren in Kreuth klappt. Ob im Oktober dann alles noch so ist – wir werden es sehen.“

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