„Man sollte Reitern, die neu sind, mehr Mut machen und sie unterstützen!“

TSL: Steffi, Du bist schon seit ein paar Tagen auf der German Open – wie lief es bisher?
Steffi Becker (SB): Bisher bin ich sehr zufrieden mit meinen Pferden. Mein Percy, Big Showtime, war dieses Jahr in drei seiner Vorläufe besser als letztes Jahr. In der Western Riding haben wir das Finale leider um 0,5 Punkte verpasst. Ich bin trotzdem zufrieden mit ihm, wir mussten die Western Riding draußen im matschigen Boden reiten und dafür hat er es mit einer 213 sehr gut gemacht. Aber so ist das eben, mal gewinnt man und mal gewinnen die anderen. 

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TSL: Viele schwärmen ja immer von der guten Stimmung auf der GO – seid Ihr also grade alle gut drauf in Kreuth?
SB: Im Prinzip natürlich schon – wir hoffen aber alle auf besseres Wetter!
TSL:  Deine junge Stute Green I Will Be war sehr erfolgreich in der Junior Pleasure, ihr zieht als Zweite ins Finale ein – was macht dieses Pferd aus, wie ist sie so?
SB: Ja, das Finale zu erreichen war definitiv eins von meinen persönlichen Zielen. Im ersten Cut hatten wir etwas Probleme – die aber wohl nicht so offensichtlich waren – da wir viele schnelle Pferde dabei hatten, die leider des Öfteren etwas zu nah an uns vorbei kamen. Außerdem war die Pleasure mit Extended Walk, Jog und Lope schon sehr lang. Mit dem Semifinale war ich dann wieder zufrieden. “Bambi” ist für mich ein absoluter Glücksgriff. Ich wollte zehn Jahre lang so ein Pferd haben und 2014 könnte ich mir meinen Traum endlich erfüllen. Sie ist ein sehr faules, liebes und gefräßiges Pferd. Sie ist unglaublich talentiert, was das tägliche Training mit ihr sehr erleichtert. Außerdem ist sie sehr neugierig und interessiert.
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TSL: Du bist schon lange in diesem Sport zuhause, bist mittlerweile auch im DQHA Vorstand – was unterscheidet AQHA und EWU Turniere für Dich persönlich?
SB: Puh, das ist sehr schwierig zu beantworten…Groß geworden bin ich mit EWU Shows. Zur AQHA/DQHA bin ich eher zufällig gekommen. Über die Jahre hat sich jedoch eine persönlich größere Zuneigung zur DQHA entwickelt. Ich liebe einfach die Team Cups und die Bekanntschaften, die ich dadurch geschlossen habe. Hinzu kommt, dass ich meine persönlichen größten Erfolge bei der AQHA/DQHA feiern konnte, auch wenn ich bei der EWU nicht unerfolgreich bin.
Steffi und Bambi beim Abreiten
Steffi und Bambi beim Abreiten
TSL: Was hat sich denn allgemein über die Jahre, die Du schon dabei bist, in der Westernreitszene verändert?
SB: Ich habe viele Freundschaften über die Jahre geschlossen. Leider muss ich auch zugeben, dass der Neid und Erfolgsdruck in einigen Bereichen gestiegen ist. Was leider nicht so schön ist. Hier sollte man den anderen den Erfolg doch vielleicht sich gönnen und gerade Reitern, die neu sind, mehr Mut machen und diese unterstützen. Das ist auch ein Grund warum ich die Team Cups liebe – dieses Wir-Gefühl in unserem Sport!
TSL: Was hast Du Dir denn auf der GO noch für Ziele gesetzt?
SB: Ich hoffe, dass ich in meinen Finals noch mal alles zeigen kann, was meine zwei Pferde können und wir unser Bestes geben können!
TSL: Wie sieht die restliche Turniersaison aus, mit welchen Pferden und in welchen Disziplinen wirst du in Aachen vertreten sein?
SB: Aachen ist unser Saisonabschluss. Ich werde in Aachen nur mit meiner Bambi starten und zwar
Novice Amateur Pleasure und Hunter under Saddle, Amateur Pleasure und Halter, NSBA Open und Non Pro Western Pleasure und Hunter under Saddle, sowie die DQHA Futurity Pleasure.
Vielen Dank, Steffi!

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