New Faces: Janina Bartenstein

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In our series „New Faces“, we introduce people who are fairly new to the international European show circuit. This time, we interviewed Janina Bartenstein who has had a banner season with her AQHA gelding Privat Dancer. They grey giant by Hotroddin Invitation and out of Absolutlycaptivating and Janina have been a team for roughly a year now and they were extremely successful at the ECQH and the Q21.

Hi, Janina, can you introduce yourself and tell us how you got involved with western riding?

My name is Janina Bartenstein, I am 18 years old and I live close to Zurich, Switzerland. I started to ride horses about ten years ago. I had a little Welsh Pony that taught me how to ride and by the end of 2017, my family bought a mare by Aint It The Blues called Glowing Bluegirl. She was a challenging horse which taught me a lot and was my four-legged partner at my first shows in Switzerland. That was where I caught the “horse show bug”.

Picture: Mirjam Wollenmann

You have been a team with Privat Dancer since this season. Many might still know “Oskar” as the partner of Marina Schwank. Can you tell me how you got him and what he is like?

I saw him on Marina’s Facebook page in August 2020. He actually caught my eye because of his height and charisma. However, we didn’t plan on getting another horse at that time. On the same day, my mare got a severe diagnosis and we decided to retire her. After thinking about it a lot, I decided to just go to Marina’s place and take a look at Oskar. I couldn’t get him out of my head. I figure, I could just visit, it didn’t mean that I would buy him straight away. My Mom and I went to Marina’s place and I instantly fell in love. I knew I had to have this horse and the day of the vet check was nerve-wracking. Imagine how happy I was when I realized that he passed the vet check and that I could get him. I spent a week at Marina’s place in October 2020 and took him home afterwards. Oskar is a very gentle, calm horse which is rather lazy. You just have to love him. Since he is 1,80 meter, he is a gentle giant. He is super calm at shows, a lot more than I am.

Foto: Manuela Sidler

You have been really successful this season, especially at the Q21 where you won the Open Senior Hunter under Saddle as a Youth rider. Congrats! Did you expect to do so well?

No, I wouldn’t have dared to dream of it. This was our first season together and my first appearance at international shows. I went to have a fun time and learn a lot, but I didn’t expect to do so well. I actually wasn’t sure whether to enter the Senior Hunter under Saddle at the Q21, because it felt a little odd.

What does your training with Oskar look like?

I try to keep it fun. Since the beginning of 2021, I do video sessions with Marina twice a week and every second week one with Dasi. We focus on Hunter under Saddle, Western Horsemanship and Western Riding. We want to add Hunt Seat Equitation, Showmanship and Trail this winter. I also go on trail rides a lot, go for walks or runs, take him with me on a bike ride or let him jump.

What are your plans for the upcoming season?

Since I will finish my business training next spring and will graduate in September, I am not quite sure yet. But I do plan on showing at the ECQH and the Q next year.

Picture: Manuela Sidler

You are part of Team Dasi which consists of many successful Amateur riders. What is that like?

I was a little intimidated in the beginning, because of how talented they all are. But I quickly realized how much I can learn from them and I think that’s a great opportunity for me.

Any advice for people that are new to this sport?

I think you shouldn’t compare yourself to others. Each human and each horse is different, one learns faster, another one takes longer, adapts things more easily or processes them differently. I think you shouldn’t forget that.

I also feel like you should always give your best, but never put your own ambition above the well-being of your four-legged partner.

In unserer Serie „New Faces“ stellen wir Reiterinnen und Reiter vor, die recht neu in der internationalen Turnierszene sind. Dieses Mal haben wir die Schweizerin Janina Bartenstein interviewt, die mit ihrem Wallach Privat Dancer eine wirklich außergewöhnliche Turniersaison hatte.

Stell dich doch einmal kurz vor und erzähl uns, wie du zum Westernreiten gekommen bist.

Mein Name ist Janina Bartenstein, ich bin 18 Jahre alt und komme aus der Nähe von Zürich. Mit dem Reiten begonnen habe ich vor etwa zehn Jahren. Ich hatte lange ein kleines Welsh Pony als Pflegepferd, mit welchem ich meine ersten Reiterfahrungen sammeln konnte. Ende 2017 kauften wir dann die Aint It The Blues Stute Glowing Bluegirl, welche als Familenpferd gedacht war. Sie war ein sehr anspruchsvolles Pferd, welches mir viel beigebracht und mich bei meinen ersten Turniererfahrungen in der Schweiz begleitet hat. Ab dann war ich voll im Turnierfieber. 

Foto: Mirjam Wollenmann

Du bist seit dieser Saison ein Team mit Privat Dancer aka Oskar, den viele noch in Kombi mit Marina Schwank kennen: Erzähl uns doch ein bisschen, wie du ihn bekommen hast und was er für ein Typ Pferd ist. 

Im August 2020 sah ich ihn bei Marina auf Facebook. Er fiel mir vor allem wegen seiner Größe und seinem Ausdruck auf. Zu dieser Zeit war es jedoch nicht geplant, dass ich mir noch zusätzlich ein eigenes Pferd kaufe. Am selben Tag bekam jedoch meine damals elfjährige Stute eine schwere Diagnose, worauf wir entschieden, sie auf die Weide zu stellen. Nach langem Hin- und Herüberlegen entschied ich mich dann, einfach mal zur Marina zu fahren, da ich dieses Pferd einfach nicht aus meinem Kopf bekam. Ich dachte mir, ich kann ihn ja einfach mal anschauen, muss ihn ja nicht gleich kaufen. Ich bin dann mit meiner Mutter zu Marina gefahren und habe mich direkt in ihn verliebt. Ich wusste sofort, dass ich ihn unbedingt haben möchte und der Tag der AKU war der Horror für meine Nerven. Umso mehr Freude hatte ich dann, als dem Kauf nichts mehr im Wege stand. Ich verbrachte dann im Oktober 2020 eine Woche bei Marina und nahm in anschließend mit nachhause. Oskar ist ein extrem gutmütiges und unerschrockenes Pferd, welches eher faul ist. Er gehört zu den Pferden, die man einfach gernhaben muss. Oskar ist mit seinem 1,80 Meter Stockmass wortwörtlich ein sanfter Riese. An den Turnieren ist er die Ruhe selbst und definitiv um Einiges entspannter als ich.  

Foto: Manuela Sidler

Du warst diese Saison richtig erfolgreich — vor allem auf der Q21, wo du als Youth-Reiterin die Open Senior Hunter under Saddle gewinnen konntest. Herzlichen Glückwunsch! Hast du damit gerechnet?

Nein, davon habe ich nicht einmal zu träumen gewagt. Dies war unsere erste gemeinsame Turniersaison und meine ersten internationalen Starts. Ich ging mit dem Gedanken, eine lehrreiche und schöne Zeit zu erleben, aber dass wir so gut sein werden, damit habe ich definitiv nicht gerechnet. Ich habe mir sogar lange überlegt, ob ich die Senior Open Hunter Under Saddle an der Q21 überhaupt starten soll, da ich dachte, wir seien dort fehl am Platz.

Wie sieht dein Training mit Oskar aus?

Ich versuche viel Abwechslung in unser Training zu bringen. Seit Anfang 2021 trainiere ich zudem etwa einmal wöchentlich mit Marina per Video-Call und circa alle zwei Wochen mit Dasi, ebenfalls per Video-Call. Hauptsächlich fokussieren wir uns auf die Disziplinen Hunter under Saddle, Western Horsemanship und Western Riding. Im Winter wollen wir nun jedoch unser Spektrum erweitern und neue Disziplinen wie Hunt Seat Equitation, Showmanship und Trail trainieren. Neben dem Training gehe ich auch oft mit ihm ausreiten, spazieren, joggen, Fahrrad fahren, longieren oder nun im Winter auch springen oder freispringen. 

Wie sind deine Pläne für die kommende Saison?

Da ich nächsten Frühling meine Ausbildung abschließe und im September mit der Matur beginne, ist meine Planung noch nicht wirklich fortgeschritten. Welche Turniere ich genau gehen werde, ist noch unklar, jedoch stehen die EM sowie die Q bis jetzt fix auf dem Plan. 

Foto: Manuela Sidler

Du bist Teil von Team Dasi, das aus vielen erfolgreichen Amateur-Reiterinnen besteht. Wie ist das für dich — erhöht das den Druck oder freust du dich, von diesen Reiterinnen zu lernen?

Zu Beginn war ich schon etwas eingeschüchtert von diesen wahnsinnig großartigen Reiterinnen. Doch ich habe schnell gemerkt, wieviel man von ihnen lernen kann und sehe dies nun als große Chance.

Wenn du Leuten, die neu im Westernsport sind, einen Tipp geben könntest, was wäre das?

Ich denke, es ist wichtig, dass man versucht, sich nicht mit anderen zu messen. Jedes Pferd und jeder Mensch ist anders und lernt langsamer oder schneller, nimmt Dinge anders auf und verarbeitet diese auch anders. Dies finde ich, sollte man nie vergessen.

Zudem sollte man immer versuchen, sein Bestes zu geben, jedoch sollte man den Ehrgeiz nicht über die Fairness gegenüber dem Partner Pferd stellen.

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