Coping With Loss Part VI: Radical Invitation

ad: Jadasa Jablonowski

A few days ago, one of the most renowned European Youth show horses passed away. Radical Invitation by the late Invitation Only was a multiple European Champion, Int. DQHA Champion and DQHA Highpoint horse with Vanessa Parisi and successful in the Amateur events with former owner Tanja Horak. Radical Invitation enjoyed her retirement at Haras de L’Hermet with David Maisonnette where she had one foal. When Vanessa reached out to us and asked whether we would publish “Pudgy’s” story, we were happy to publish a tribute that might help Vanessa to cope with her loss. Here’s her story:

It was in 2009 when my Mom was searching for a new all-round horse because she just had sold her Reining horse. Since I knew Tanja Horak from school and used to visit her at the barn, she told my Mom that she had an all-round mare for sale. When my Mom tried out the mare, she did not really like her, but I fell in love with that horse instantly. A few months later, Tanja had organized a clinic with Michael Colvin which we wanted to attend, but there was a snow storm and we could not drive to Tanja’s place. So, Tanja offered me to do the clinic with Pudgy, so our money would not go to waste.

Picture: David Maisonnette

After the clinic, Michael asked Tanja whether Pudgy was still for sale. She said yes and he told her that she should sell Pudgy to me, because we would make a great match. Tanja reached out to us and told us we try out Pudgy for a while. My Mom still wasn’t convinced, but I talked her into doing it. As a result, I had to prove that I really wanted Pudgy — and that I deserved her: I had to have good grades, do lots of chores in the house and the barn and had to cancel my other hobby.

Pudgy and I had an amazing career. When the first show came, I was so nervous, but she handled it like a pro. Sure we did not win, but we got better each show and became a team and that simply was a great feeling.

Pudgy used to love pears. Whenever she was mad, you just had to bring a pear and she was very happy. She hated plastic, even when it was just laying around in the barn. She would not move. We tried to teach her to stop being afraid, but we never got rid of that habit. She also used to hate it when I was in the stall of another horse. Whenever she recognized that, she got really upset and would not come and greet me in her stall.

Our favourite event was Trail. We loved it. She just did her job, there wasn’t much I had to do. She measured the distances by herself. I loved doing Showmanship and Western Riding with her as well. She used to be terrible in the warm-up, not paying attention, but as soon as we entered the arena, she gave her best. It was like that every time. Sure, she had some bad days, too. On these days, all she did was bucking.

My favorite memory is when Mom told me, that she had bought Pudgy, that she was all mine. And the European Championship in 2015: I never expected going home with five gold medals. I really want to thank Pudgy for that and for all the other success we had. Furthermore, I would like to thank my trainer, Jadasa Jablonowski for her support — even during bad times. Thank you!

Pudgy was the best horse ever. I am so sad she was taken so soon, but I will always remember her — whenever I am riding in Kreuth or at home.

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Es ist erst wenige Tage her, dass eines der herausragendsten Youth-Pferde in Europa, tragisch verstorben ist. Radical Invitation von ebenfalls erst kürzlich verstorbenen Invitation Only war unter Vanessa Parisi mehrfacher Europameister, Deutscher Meister und DQHA Highpoint, in den Jahren zuvor war die Stute unter Tanja Hora erfolgreich. Ihre Rente genoss sie in Frankreich bei David Maisonnette, wo sie auch ein Fohlen hatte. Als Vanessa uns fragte, ob wir „Pudgys“ Geschichte erzählen würden, waren wir natürlich gerne bereit, ihr diesen Wunsch zu erfüllen und Radical Invitation Tribut zu zollen. Hier ist ihre Geschichte:

Es war so um 2009, dass meine Mama ein neues Allroundpferd suchte, da sie ihr Reiningpferd verkaufte hatte. Da ich bei Tanja Horak in die Schule ging und manchmal auch in den Stall mit durfte, hat sie meiner Mama gesagt, sie hätte ein Pferd zum Verkauf für Allroundklassen. Als meine Mama das Pferd Probe ritt, war es nicht sooo ihr Typ Pferd, aber ich habe mich von Anfang an in sie verliebt. Paar Monate später hatte Tanja einen Kurs mit Michael Colvin organisiert, an dem wir auch mitgemacht hätten, aber es hatte so viel Schnee auf den Straßen, dass wir nicht fahren wollten. Tanja hat mir dann das Angebot gemacht, dass ich Pudgy nehmen könnte und so die vier Tage nicht umsonst wären.

Bild: David Maisonnette

Nach dem Kurs fragte Michael Tanja, ob sie Pudgy immer noch verkaufen möchte. Sie sagte ja, daraufhin meine er, sie solle Pudgy mir geben, da wir so gut zusammenpassen. Tanja hat dann ein Gespräch mit uns gesucht und gesagt, wir könnten sie ja auf Probe nehmen. Meine Mama fand die Idee nicht sooo gut, aber ich konnte sie dann noch überzeugen, dass das eine super Idee wäre. Natürlich musste ich dann meiner Mama beweisen, dass ich Pudgy auch wirklich möchte und verdiene: Durch gute Schulnoten oder im Stall oder Haushalt auszuhelfen und außerdem mit einem anderem Sport aufzuhören.

Unsere Karriere verlief sehr gut. Als das erste Tunier kam, war ich sehr nervös, aber Pudgy ließ sich nichts anmerken – klar, wir haben nicht gewonnen, aber das Gefühl war so toll, dass es immer besser wurde auf den Turnieren und wir von Turnier zu Turnier immer mehr ein Team wurden.

Was meine Süße am liebsten hatte, waren Birnen. Sie liebte die und wenn sie mal zickig war, musste man nur eine bringen und daraufhin ging es ihr wieder sehr, sehr gut. Was sie wirklich nicht mochte und sogar hasste, war Plastik. Sie hatte richtige Angst vor Plastik, auch wenn es nur im Stallgang rumlag. Sie konnte nicht durchlaufen, ging gar nicht. Ich habe es auch nie wegbekommen, wir haben immer wieder trainiert, dass sie nicht mehr so Angst haben muss, aber es hat nicht viel gebracht. Was sie auch nicht mochte, war, wenn ich bei den anderen Pferden in der Box war oder im Auslauf. Danach war sie sehr zickig und kam nicht mal mehr in die Box.

Unsere Lieblingdisziplin war Trail. Wir liebten Trail. Pudgy konnte alles so gut, dass ich wirklich nicht viel machen musste. Sie hat selbst ihren Abstand ausgemessen, ich musste nicht mehr viel machen. Was ich auch richtig mochte, mit ihr war Showmanship und Western Riding. Sie war immer so: In der Warmup-Arena gab sie sich keine Mühe, war nicht da, und hatte keine Lust. Aber sobald wir rein gingen, war sie zu 100 Prozent da und machte mit alles ging auf einmal und das war jedes Mal so. Und das fand ich an ihr richtig gut. Klar hatte sie auch einmal einen schlechten Tag, aber wer hat das nicht auch mal. Dann hieß es bei ihr: Jetzt wird gebuckelt .

Die schönste Erinnerung an Pudgy war, als meine Mama mir gesagt, dass sie Pudgy gekauft hat und dass sie mir gehörte. Und natürlich an die Europameisterschaft 2015: Dass ich mit fünfmal Gold nach Hause gehe, hätte ich nicht gedacht und dafür bin ich Pudgy sehr, sehr dankbar. Auch für alle anderen Erfolge, die ich dank ihr in meiner Karriere hatte, und ich bedanke mich auch bei Dasi – Jadasa Jablonowski – dass sie uns immer unterstützt und für mich da war auch in schweren Zeiten. Danke!

Für mich war Pudgy das beste Pferd der Welt. Ist traurig, dass sie mir so früh weggenommen wurde, aber ich werde sie immer im Herzen tragen, wenn ich in Kreuth reite und auch, wenn ich so zu Hause reite …

Ad: Jadasa Jablonowski

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