The Hinderer Family Fulfills a Life-Long Dream

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Riding is a special sport. It takes a village, as they say, to succeed. If your team does not “only” consist of barn mates and friends, but family as well, you’ve hit the jackpot. This is how the Hinderer family does it: Sandra, her husband Jörg and her daughters Anna and Maja work hard to fulfill one life-long dream – having their own facility. 

Her story seems boring, Sandra says at first. But then she decides to tell us how she was always dreaming of having her own place for the horses. Sandra has been a horse-addict from an early age on, she bought her first horse when she was 18 years old: a trotter which used to do trotting races. “He was not really well trained under saddle, but I got him for a fair price and had him for ten years.” 

Picture: Leoni Unterkofler Photography
Picture: Leonie Unterkofler Photography

Those were good years, but afterwards Sandra had made a decision: “I never again wanted a horse that wasn’t broke.” She loved the Western events and she knew: “You need special horses to succeed, whether that’s a Quarter Horse, Paint Horse or Appaloosa.” It was one of the latter who should become her next horse. A Appaloosa gelding from a small breeder.

But things started to change: Sandra got married and became pregnant. First, her daughter Anna was born, then Maja. “And we got a Gypsy Vanner gelding.” Both geldings got sold at some point and Sandra realized: “To compete at top level, you need extraordinary movers with a great mind.”

Maja and Anna

So, the family bought their first Quarter Horses. “I never want to own a different breed,” Sandra states. By now, the Hinderer family owns five Quarter Horses: Midnight Mechanics aka George, Slow Burning Diesel aka Sally, a broodmare and two prospects who were both bred by Annemarie Brieger: a yearling by The Best Martini and a two-year-old by Lazy Loper. 

George and Sally are Maja’s and Anna’s show horses. Both sister have been successful at the big AQHA shows in Europe, especially in the Showmanship. The girls and all of the horses are under the guidance of Franca Bartke. Here is what Sandra has to say about their trainer: “Franca is the most important factor in all of this. Without her, we’d be nothing.”

Sandra and Maja with Midnight Mechanics, Franca Bartke and David Maisonnette who bred “George”

Sandra has been showing at small shows, but she doesn’t have the desire to compete on the AQHA circuit. She sacrifices a lot, so that her children can enjoy the best showing experience possible: “I wanted them to have great horses, because nobody is happy, if you want to be at a certain level, but the horse can’t perform on that level. You can work with every horse, but they all have a limit.”

But since both of her daughters wanted to go to the big shows, Sandra knew: “We have to get our own place. But it wasn’t as easy as she thought: “I have been searching for the perfect place for over 20 years – and finally, in 2018, they offered the perfect facility for sale.” It took a year until all the paper work was done and the Hinderer family was the rightful owner of the “Kaiserhöfle”.

They can stall 22 horses, built an outside arena and have many more plans: “We hope that we can still do all that in times of Corona,” Sandra says. She stresses that she wants to offer perfect conditions for the horses. “As long as I have money, I will invest everything to makes sure our horses and clients get the best of everything.”

They have hired one person to help, but Sandra does all the rest. Her husband does all the hard, technical work – while working full-time in his regular job. “We have our own business and do transports of timber.” Sandra’s husband Jörg does not ride horses, but he does everything he can to support the dreams of his three girls. “He is the most important thing,” Sandra stresses. “He works the most and sacrifices the most.”

Anna and Maja help when it comes to mucking out the stalls and they earn the money for the shows themselves. But to Sandra it is most important that her daughters focus on school and their career – “and that they work the horses”.

Sandra has many more plans: a new inside arena, taking her 2YO, Hope, to Franca’s place and “last but not least: build a house”. In order to fulfil their dream, the family sacrifices a lot: Anna and Maja live at an apartment together, while Sandra and her husband live in a trailer home. “Horses are an expensive hobby. And it takes a lot of blood, sweat and tears. I want our facility to be a resting place – and that is what everyone tells me: That coming to our place is like taking a vacation.”


Familie Hinderer erfüllt sich einen Lebenstraum

Reiten ist ein besonderer Sport. Im Englischen sagt man immer so schön “It takes a village” – man braucht ein halbes Dorf, ein großes, zuverlässiges Team, um weit zu kommen. Umso schöner ist es, wenn das Team nicht “nur” Stallkollegen und Freunde sind, sondern die ganze Familie. So ist es bei Familie Hinderer: Zusammen geben Sandra, ihr Mann Jörg und die Töchter Anna und Maja alles, um sich einen Traum zu erfüllen – den vom eigenen Stall.

Eigentlich ist das alles eine langweilige Geschichte, sagt Sandra und zögert. Aber dann erzählt sie doch: “Wir hatten unsere Pferde nie direkt bei uns, beziehungsweise eine eigene Reitanlage.” Seit ihrer Kindheit ist Sandra “pferdeversessen”, das erste eigene Pferd kaufte sie damals mit 18 Jahren: einen Traber von der Rennbahn. “Er war nur freizeitmäßig geritten, ich habe ihn günstig bekommen und hatte ihn zehn Jahre.”

Foto: Leoni Unterkofler Fotografie

Es waren schöne Jahre, aber Sandra lernte aus der Erfahrung: “Ich wollte nie wieder ein Pferd ohne vernünftige Grundausbildung.” Und schon damals wollte sie unbedingt Western reiten. “Mir war klar, dass man für die Westerndisziplinen spezielle Pferde braucht, sei es Quarter, Paint Horses oder Appaloosas.” Genau bei Letzteren landete Sandra dann auch erst einmal. Sie besaß einen Appaloosa-Wallach aus einer privaten Zucht.

Irgendwann wurde dieser verkauft und auch in Sandras Leben gab es große Veränderungen: Sie wurde schwanger, zunächst mit Anna, dann kam Maja. “Danach haben wir einen Tinkerwallach gekauft.” Letztlich habe sie durch die Erfahrungen mit den beiden Wallachen gelernt, dass Pferde, die auf hohem Niveau mitlaufen wollen, “eine super Bewegung und einen top Charakter brauchen”.

Lange Rede, kurzer Sinn: “Wir sind doch schnell auf Quarter Horses gekommen – und ich möchte keine andere Rasse mehr haben”, sagt Sandra. Mittlerweile besitzt die Familie fünf Quarter Horses: Midnight Mechanics aka George, Slow Burning Diesel aka Sally, eine Zuchtstute und zwei Jungpferde. Letztere wurden beide von Annemarie Brieger gezüchtet. Die Jährlingsstute ist von The Best Martini, die Zweijährige von Lazy Loper.

George und Sally sind Majas und Annas Turnierpferde. Die Schwestern waren in den vergangenen Jahren erfolgreich auf den großen AQHA-Shows in den Jugendklassen, vor allem in der Showmanship. Trainiert wird die ganze Familie von Franca Bartke. Über ihre Trainerin sagt Sandra: “Das Allerwichtigste ist Franca Bartke, ohne die wir gar nichts wären. Ihr verdanken wir alles.”

Sandra und Maja mit Midnight Mechanics, Franca Bartke und David Maisonnette, der “George” gezüchtet hat.

“Auch ich bin ein wenig auf Turnieren gestartet, auf regionaler Ebene”, erzählt Sandra. Sie erzählt auch, dass sie zurückstecken musste, um ihren Kindern die bestmöglichen Bedingungen für Turniere zu bieten: “Ich wollte, dass sie gutes ,Pferdematerial’ haben, weil niemandem geholfen ist, wenn man ein Pferd hat, das auf hohem Niveau starten soll, dies aber nicht leisten kann. Man kann jedes Pferd fördern, aber eben nur bis zu einem gewissen Punkt.”

Maja und Anna

Beide Töchter wollten also aktiv am Turniersport teilnehmen, sodass für Sandra irgendwann klar war: “Wir brauchen eine Anlage hier im Raum Stuttgart.” Doch es sollte sich herausstellen: Das ist gar nicht so einfach. “Ich suche schon seit 20 Jahren – ein Ding der Unmöglichkeit”, erzählt Sandra. Erst 2018 fand sah sie eine Anzeige: Die Traumanlage war gefunden und die Hinderers kauften sie. Ein Jahr lang dauerte es, bis die Anlage ihnen gehörte.

22 Einstellerplätze gibt es auf der kleinen Anlage, einen Reitplatz hat die Familie gebaut und es wird weiter geplant: “Wir hoffen, dass unsere Ideen auch in Zeiten von Corona ganz schnell umgesetzt werden”, sagt Sandra. Ihr ist besonders wichtig, dass alles pferdegerecht ist. “Solange ich Geld zur Verfügung habe, stecke ich alles in unser kleines Kaiserhöfle, sodass meine Kunden das Beste haben. In unsere Reithalle soll beispielsweise ein Ebbe-Flut-Boden rein. Und alle Boxen sollen einen vier Mal sechs Meter großen Paddock bekommen.”

Damit auf dem Hof alles läuft, arbeitet Sandra zusammen mit einer Angestellten. Alle schweren, technischen Arbeiten übernimmt ihr Mann Jörg – der nebenbei aber auch noch Vollzeit arbeitet. “Wir haben noch ein Gewerbe und fahren selbstständig Holztransporte.” Sandras Mann Jörg reitet nicht, will es auch nicht lernen, gibt aber laut Sandra alles für “seine Mädels”. “Das Wichtigste an der Sache ist mein Mann. Er arbeitet am meisten und muss immer als Erster zurückstecken.”

Aber auch Anna und Maja helfen beim Misten und müssen sich das Geld für ihre Starts dazuverdienen. Prinzipiell ist ihrer Mama Sandra aber am wichtigsten, dass sich die beiden auf die Schule und ihre Ausbildung konzentrieren “und auf die Bewegung der Pferde”.

Damit am Ende alles perfekt ist, gibt es nun weitere Pläne: die Reithalle, dass eine der jungen Stute, Hope, zu Franca ins Training geht und “last but not least, ein Haus auf den Weg zu bringen”, sagt Sandra. Denn damit der Traum von der eigenen Anlage sich erfüllt, nimmt die Familie auch Opfer auf sich: Zwar hat das Hobby sie zusammen gebracht, doch momentan sind sie auch getrennt. Anna und Maja leben zusammen in einer Wohnung, Sandra und ihr Mann in einem Wohnwagen. “Pferde und das Reiten sind ein tolles Hobby, aber ein teures”, betont Sandra. “Überall stecken Hoffnung, Liebe, Schmerz und Tränen drin. Mein Hof soll eine Art Oase sein – und das ist es auch, was meine Einsteller immer wieder bestätigen: Es ist bei uns wie im Urlaub.”

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