Though She be But Little She is Fierce

picture: Luxcompany GmbH

Trying allround events with a Haflinger horse, a Gypsy Vanner … we have published some stories like this. But a pony? Shown by an 18-year-old? We have talked to Sina Bender, an accomplished EWU equestrian, who has won multiple medals at the German Open, about her German Riding Pony Nara, about the fear of being too tall, about the things she gets to hear when she shows up with her pony.

Sina, can you introduce yourself and your horse to our readers?

My name is Sina, I am 18 years old and I live in the Northern part of Germany. I have been showing at EWU shows with my German Riding Pony, Nara Maris. She has been my first pony and I trained her by myself with some help from my trainers. We have been Regional Champion seven times and took home the bronze medal in Youth Ranch Riding and Western Horsemanship at the German Open twice. Another highlight was that Nara was awarded three EWU medals in three events: Western Horsemanship, Ranch Riding and Trail. Our journey was not easy, Nara is the classic stubborn pony who is not really into work on some days. As soon as something is important, however, I can totally count on her – this makes her my once-in-a-lifetime-pony.

This is a really old picture, at that point I never thought about going to a horse show – I was just so happy about having a pony!

Sina

What are your favorite events?

It is hard to say, I love all three of the above. Every event has something special and I love the diversity they have. Nara is really good on the poles and is able to do all kinds of patterns, which makes it really fun for me. I love Trail and the precision it requires. Whenever I do Ranch Riding, the forward motion is really good for my pony – which makes it a fun option besides doing Trail and Western Horsemanship.

picture: Luxcompany GmbH

What is challenging when showing a German Riding Pony in allround events?

Well, the combination of Nara being a pony and a mare, makes it challenging at times. In the beginning, we were having trouble in the Trail because of her size, the lack of movement and the fact that her lope was not really flat – but that has changed. She had trouble staying in the bridle in the Horsemanship, she needed a lot of help from me, which resulted in the fact that my position was not as good as it could have been. With the help of our trainers, Torsten Haier and Wencke Rohwedder, these are all problems of the past. Despite that, riding a pony like Nara has advantages as well: She is very agile due to her size, so obstacles like the gate or the box are quite easy for us. Furthermore, she isn’t spooky at all. The biggest challenge, however, is – as it is for any horse and rider – to highlight your strengths and make the best out of your weaknesses.

Do you fear of being too tall for your pony some day? 

I did in the past, but since I am 18 now and haven’t been growing for some years now, I stopped being scared of that. Nara has a good foundation which makes up for her size. Our success really gave me courage with regard to that, because it means that we look good together. I am not worried about our future and can enjoy my time with Nara.

Foto: Mara Matthiessen

What are your plans for the season?

This is my last year of showing in the Youth division, so I really want to enjoy that. I want to qualify for the German Open again and enjoy this amazing show. I am looking forward to our Regional Championship at the Ramm Ranch. I really want to indulge in every moment of this show season because I will be graduating from high school this year and after that, the real life begins and other plans will have top priority in my life.

Do people judge you and your pony?

“You are cute, but after the level 3 at the EWU shows, it will be hard for you”, one of my former trainers said some day. People often tell me, that I won’t get far with her and that Nara and I only won, because we are cute. Because of the latter, some people never saw us as serious competition. Which makes me even more proud of what we have achieved!

I did not choose this picture because of the ribbons and awards, but because it is the only one with my entire family on it – I am so thankful for what they did for me!

Sina Bender

What would you change about our sport if you could?

I would love to see more horses of different breeds at the German Open. Furthermore, I have always dreamt of having an open breed European show just like the APHA and AQHA have. I think that would be a lot of work to host, but you never know what happens, right?


In den Westernklassen mit einem Haflinger erfolgreich zu sein, mit einem Tinker … über all das haben wir schon berichtet. Aber mit einem Pony? Als 18-Jährige? Wir haben uns mit Sina Bender unterhalten, die ihr Pony Nara Maris seit Jahren erfolgreich bei der EWU vorstellt und mehrere Medaillen auf der German Open gewonnen hat. Sina hat uns erzählt, wie Leute über sie und ihr Pony urteilen, was sie an unserem Sport ändern würde und wie sieht das Problem mit der Körpergröße sieht.

Sina, kannst du dich und dein Pferd kurz vorstellen und von eurer Karriere erzählen?

Mein Name ist Sina, ich bin 18 Jahre alt und wohne an der Nordseeküste in Schleswig-Holstein. Gemeinsam mit meiner Deutschen Reitpony Stute Nara Maris bin ich seit sieben Jahren auf EWU-Turnieren unterwegs. Nara ist mein erstes Pony und mit Unterstützung meiner Trainer habe ich sie selber ausgebildet. Zusammen haben wir uns sieben Landesmeistertitel erritten, sowie bei mehrfachen German Open Teilnahmen zwei Mal Bronze in den Klassen Jugend Ranch Riding und Jugend Western Horsemanship geholt. Als weiteres Highlight wurde Nara im Jahr 2018 mit drei Goldenen Pferdemedaillen ausgezeichnet, in unseren Disziplinen Western Horsemanship, Ranch Riding und Trail. Der Weg bis zu diesen Erfolgen war nicht immer leicht, denn Nara ist ein Pony mit eigensinnigem und sturem, typischem Pony-Kopf, der im Training gerne einmal eine andere Vorstellung von Arbeit hat.  Aber sobald es darauf ankommt, kann ich mich voll und ganz auf sie verlassen, was sie für mich zu einem ganz besonderen Herzens-Pony macht.

Das Schneebild ist schon sehr viele Jahre her und gehört dementsprechend zu unserer Anfangszeit. Das ist schon ein ziemlicher Kontrast zu heute, da ich damals keine Sekunde an Turniere gedacht hatte und einfach nur glücklich war, ein Pony zu haben und reiten zu können. 

Sina Bender

Welche Klassen showst du am liebsten?

Das ist schwierig zu sagen, da ich alle drei Disziplinen gerne showe. Jede Disziplin hat für mich etwas Besonderes. Dazu kommt, dass sie sich alle voneinander unterscheiden und ich besonders diese Abwechslung mag. Nara ist sehr geschickt im Umgang mit Stangen und lässt sich sehr gut durch verschiedenste Pattern reiten, was mir unwahrscheinlich viel Spaß macht. Zudem mag ich die Arbeit mit Stangen sehr gerne sowie die geforderte Geschicklichkeit von Pferd und Reiter. In der Ranch Rinding kommt die Vorwärtsbewegung meinem Pony sehr entgegen, was neben der Horsemanship und dem Trail sehr abwechslungsreich und erfrischend sein kann!

Foto: Luxcompany GmbH

Du reitest ein Deutsches Reitpony — was gibt es für Herausforderungen in diesem Sport?

Nara ist ein deutsches Reitpony, was bedingt durch ihren Ponykopf in Kombination mit einer Stute einige Herausforderungen mit sich brachte. Aufgrund ihrer Größe und nicht von Natur aus gegebenen Gangqualität sowie einer anfangs viel zu kurzen Galoppade und mangelnder Rittigkeit, hatten wir vor allem im Trail Schwierigkeiten, die Abstände der Stangen passend zu bekommen. In der Horsemanship fiel es ihr zu Anfang sehr schwer, sich selbst zu halten, sodass sie zu Beginn sehr viel Unterstützung von mir einforderte, was oftmals auf Kosten meines Sitzes ging. Das alles haben wir zum Glück mit sehr viel und intensivem Training dank meiner Trainer Torsten Haier und Wencke Rohwedder ändern können. Aber Nara hat natürlich auch viele Vorteile: Beispielsweise ist sie durch ihre Größe enorm wendig, sodass ihr Hindernisse wie Box oder Tor sehr zuspielen. Außerdem ist Nara in Prüfungen ein sehr verlässliches Pony und hat zum Glück ein starkes Nervenkostüm. Im Endeffekt ist die größte Herausforderung – wie aber mit jedem Pony oder Pferd – die jeweiligen Stärken positiv herauszustellen und aus den Schwächen das Beste zu machen.

Hast du Angst, dass du irgendwann zu groß für dein Pony bist? Wie geht es dann weiter?

Früher habe ich mir darüber ab und zu Gedanken gemacht. Aber da ich mittlerweile 18 Jahre alt bin und sich meine Größe von 1,65 Meter seit Jahren nicht mehr geändert hat, mache ich mir schon lange keine Gedanken mehr. Dazu kommt noch, dass Nara für ein Deutsches Reitpony sehr robust ist und das einen kleinen Ausgleich zu ihrer Körpergröße schafft. Außerdem haben mir unsere Erfolge Mut und Selbstbewusstsein gegeben, da dies für mich unter anderem ein Zeichen war, dass auch unser Erscheinungsbild stimmig ist und ich somit nicht zu groß für Nara bin. Dementsprechend muss ich mir zum Glück keine Gedanken über unsere Zukunft machen und kann die Zeit mit Nara voll und ganz genießen.

Foto: Mara Matthiessen

Was habt ihr für Pläne für die Saison?

Dies ist mein letztes Jugendjahr und dementsprechend versuche ich, es noch einmal in vollen Zügen zu genießen und alles zu geben. Wir fahren verschiedene Qualifikationsturniere an, um uns hoffentlich wieder für das Saison-Highlight, die German Open, zu qualifizieren, um dort noch einmal eine schöne Zeit zu haben. Dazu freue ich mich noch sehr auf die Landesmeisterschaft auf der schönen Ramm Ranch in Grabau. Mein Saisonziel ist also, noch einmal eine schöne Zeit zu haben, die ich mit Nara genießen kann, da ich zurzeit mein Abitur schreibe und für die nächsten Jahre andere Pläne im Vordergrund stehen. 

Wirst du oft mit Vorurteilen konfrontiert, weil du keine klassische Westernrasse reitest?

„Ihr habt zwar den Niedlichkeitsfaktor, aber spätestens ab LK 3 wird es schwierig für euch“, hat früher einmal ein Trainer zu mir gesagt. Ich habe mir häufiger anhören müssen, dass Nara und ich nicht weit kommen werden oder dass wir aufgrund unseres niedlichen Auftretens so gut platziert worden wären. Außerdem haben viele uns aufgrund des besagten Niedlichkeitsfaktors früher nie als ernste Konkurrenz gesehen. Deswegen bin ich natürlich umso stolzer, durch viel Training große Erfolge erzielt zu haben und den Menschen das Gegenteil bewiesen zu haben. 

Das Bild von der Landesmeisterschaft habe nicht wegen der Schleifen, Pokale oder Schärpen ausgewählt, sondern weil es das einzige Bild mit meiner kompletten Familie ist. Meine Eltern und auch meine Schwester haben mich auf jedem Turnier begleitet und unterstützt. Nicht nur auf Turnieren, sondern auch zu Hause. Ohne meine Familie und deren unfassbaren und nicht selbstverständlichen Unterstützung, hätten Nara und ich es niemals so weit schaffen können. Deswegen ist das Bild für mich ganz besonders, weil jeder, der meine Familie kennt, und ich wissen, was hinter diesem Bild alles steckt. Dazu kann ich einfach nur Danke an meine Mama, meinen Papa und meine Schwester sagen.

Was würdest du gern in unserem Sport ändern, wenn du könntest? 

Ich wünsche mir, dass die Rasseoffenheit noch präsenter wird und man in Zukunft noch häufiger auf der German Open andere Pferderassen sieht. Außerdem war es schon immer ein Traum von mir, dass es bei der EWU eine Europameisterschaft oder eine Show mit internationaler Konkurrenz, wie bei der APHA oder AQHA geben würde, da ich leider nie die Möglichkeit hatte, an solchen Turnieren teilzunehmen. Vermutlich ist das nur schwer umsetzbar, aber wer weiß was, die Zukunft noch mit sich bringt.

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