Winter is Coming: How to Clip

Maybe it’s still warm where you live – or it’s getting colder day by day. Winter is coming and with that there are a lot of questions regarding horses: Which blanket? How to train? And: Should I clip my horse? We have talked to Sara Dippold who some might know as the awards presenter at the VWB shows, but: Sara also clips horses professionally and has a lot of experience.

How come you clip horses for other people?

I always had to clip my horse’s fur two times each winter, he gets really fluffy. At some point, I was sick of borrowing a clipper and depend on others. I bought my own clipper and at the same time, friends and people at our barn started to ask, whether I could clip their horses as well. Somehow, the group of people just got bigger.

What should one pay attention to when clipping?

You should clip your horse at a place where it isn’t too cold and windy. The ground shouldn’t be slippers and you should be able to tie your horse up in a cross-tie. It’s good to have a socket close in order to avoid too many cables getting tangled up on the ground. In order to achieve a pretty result, the horse should be as clean as possible. The cleaner it is, the less clipping marks you will see on the coat. A clean horse will shine after the clipping, a dirty one will have lines in its coat. The best way to prepare the horse is to rinse it off with warm water and shampoo. You can use a vacuum cleaner for horses as well. If you cannot do that, you should at least brush the horse really well. The horse should be totally dry once you start clipping. Otherwise the fur will get tangled up in the machine and that is not really nice feeling for the horse. And your blades will get dull more quickly if used on wet hair. It depends on your preference which clipper you use. I would recommend to use a high quality product that isn’t too heavy. I am using the model “Cuty” by Lister. It is about 900 Gramm heavy and the blades are about three millimetres long. That means the horse isn’t entirely “naked” after clipping. The blades can be changed easily and without any additional tools. That makes it easy to clean the clipper. To me, it was important to buy a clipper at a local store, so that I always have the opportunity to get repair parts and to let them sharpen my blades. The length of the horse’s coat does not really matter – I have only had problems with really short and soft hair. It is because the blades do not really get a grip. Thick fur usually isn’t a problem. Worst case: We will do two rounds of clipping.

Are you clipping any crazy patterns?

I think the craziest thing I have ever done was a heart on the hind quarters. I am using a large clipper, you need smaller ones to do any sorts of patterns. But I have to stress that the way I clip the horses is intended for function. Any patters and other things I leave to others. I want straight lines, a clean definition between the clipped and the unclipped parts and the horse should look the same from both sides – the pattern must match.

Any horses you wouldn’t clip?

So far, I have always found a solution, including trainer and owner. If the horse reacts badly to the clipper and has made some bad experiences, the owners usually think about getting the horse sedated – after consulting the vet, of course. That way it is safer for everyone – and there is less stress. If I get the feeling that the clipping process might turn into a dangerous situation, I always quit. Safety first!

When is the ideal point in time to clip the horse?

If the horse doesn’t dry after riding in an acceptable amount of time or if it starts sweating really soon once you start riding. That doesn’t not really depend on the season. I actually clip some horses in spring when it gets warm fast and the horse isn’t able to change its coat at that pace.

Ten tips for clipping
  • Think about the type of clipping/the pattern. Which body parts should get clipped? It depends on where the horse sweats a lot and if it might be sensitive in the girth or saddle area. If so, you might leave some fur there.
  • Use some chalk to draw the conturing. You can use red chalk and make it wet – you can see that very well on the coat.
  • Make sure you have enough time!
  • Ask someone to help you, someone who might calm the horse down if needed.
  • Prepare the horse properly! You can braid the tail and use some hair clips to make a long mane stay out of the way. 
  • Make sure you have a step stool at hand – if you are not 1,80 metres tall or are clipping a pony. A step stool will help to reach the neck and hindquarters more easily.
  • Make sure the blades are sharp!
  • If you doing a large contour, you should stop in the middle of the line. Breathe in, place the clipper, breathe out slowly and clip as much of the line as possible!
  • If you are left-handed, you should start with the right side of the horse, if you are right-handed it’s the other way round.
  • Make sure to have a blanket at hand, to cover the horse after clipping!

Vielleicht ist es bei euch schon richtig kalt – vielleicht kommen die kalten Tage auch erst. Klar ist: Mit dem Winter kommen auch viele Fragen wieder auf. Welche Decke braucht mein Pferd? Wie sollte ich trainieren? Und: Muss ich scheren? Wir haben mit Sara Dippold gesprochen, die einige vielleicht als Schleifenmädchen von den VWB-Shows kennen. Sie ist aber auch mittlerweile ein Profi, was das Scheren angeht, und hat uns einige Fragen beantwortet.

Wie kam es dazu, dass du nun auch für andere Leute Pferde scherst?

Mein eigenes Pferd, einen Äppi-Pony-Mix, musste ich jeden Winter mindestens zwei Mal scheren, weil er so plüschig wird. Irgendwann war ich es dann leid, mir immer eine Schermaschine ausleihen zu müssen und zeitlich von anderen abhängig zu sein. Vor ein paar Jahren habe ich mir eine eigene Maschine gekauft und gleichzeitig habe ich Anfragen von Freundinnen und Stallkolleginnen bekommen, ob ich nicht auch ihre Pferde scheren könnte. Irgendwann habe ich dann nicht nur die Pferde von den Freundinnen und Bekannten geschoren, sondern auch die Pferde von deren Freundinnen und Bekannten.

Was muss man beim Scheren beachten?

Zum Scheren eignet sich am Besten ein wind- und wettergeschützter Ort mit guter Beleuchtung, rutschfestem Untergrund sowie der Möglichkeit, das Pferd beidseitig im Cross-Tie anzubinden. Eine Steckdose in unmittelbarer Nähe ist ebenfalls von großem Vorteil, so dass nicht so viel „Kabelsalat“ am Boden herumliegt. Um ein möglichst gutes Scherergebnis zu erzielen, muss das Pferd so sauber wie möglich sein. Je sauberer und staubfreier das Pferd ist, desto weniger werden die Schnittspuren der Maschine sichtbar. Ein sauberes Pferd glänzt nach dem Scheren sofort, wohingegen ein verschmutztes Pferd zu einem streifigen und matten Scherergebnis führt. Die beste Vorbereitung auf das Scheren ist eine gründliche Wäsche des kompletten Pferdes mit warmen Wasser und Shampoo. Alternativ kann das Pferd auch mit einem Pferdestaubsauger gereinigt werden. Falls das auf Grund der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich ist, muss das Pferd im Vorfeld wenigstens gründlichst geputzt werden. Es muss außerdem unbedingt darauf geachtet werden, dass das Pferd komplett trocken ist, bevor mit dem Scheren begonnen wird. Nasses Fell wird zwischen den Scherblättern eingeklemmt, was für das Pferd natürlich sehr unangenehm ist. Gleichzeitig nutzen sich die Scherblätter sehr viel schneller ab, als bei trockenem Fell. Welche Schermaschine man wählt, hängt immer von den persönlichen Vorlieben ab – ich würde aber immer eine qualitativ hochwertige, nicht zu günstige Maschine mit relativ wenig Eigengewicht empfehlen. Ich liebe meine „Cuty“ von der Firma Lister! Sie hat ein Gesamtgewicht von etwa 900 Gramm und einen Geräuschpegel von 72 Dezibel. Die Schnittlänge meiner Scherblätter beträgt drei Millimeter, das Pferd ist also nach dem Scheren nicht komplett nackt. Außerdem können die Scherblätter bei meiner „Cuty“ sehr einfach und schnell ohne zusätzliches Werkzeug gewechselt werden, was die Reinigung der Maschine sehr erleichtert. Besonders wichtig war mir beim Kauf meiner Schermaschine im Fachgeschäft vor Ort, dass ich einen Ansprechpartner für Reparaturen habe und dort ebenfalls meine Scherblätter schärfen lassen kann. Die Haarlänge des Pferdes zum Zeitpunkt der Schur spielt tatsächlich keine so große Rolle. Bisher hatte ich nur bei sehr weichem und relativ kurzem Fell ein wenig Probleme. Hier haben die Scherblätter Schwierigkeiten, einen Angriffspunkt zu finden. Dickes und dichtes Fell dagegen stellt gar kein Problem dar. Zur Not kommt eben erst das Deckhaar weg und in einem zweiten Arbeitsschritt die Unterwolle.

Scherst du nur „normale“ Muster oder war auch schon etwas „Verrücktes“ dabei?

Das „Verrückteste“, was ich bisher geschoren habe, war ein relativ großes Herz auf die Hinterhand. Ich schere ausschließlich mit meiner großen Schermaschine. Für filigrane Muster benötigt man jedoch eine Auswahl an kleineren Clippern und natürlich sehr viel mehr Zeit. Ich sage immer, dass ich für den „Gebrauch“ schere. Den „Schnickschnack“ überlasse ich gerne anderen. Mir ist es wichtig, dass alle Linien absolut gerade sind, die Abschlüsse zwischen geschorenem und langem Fell ordentlich sind und dass beide Seiten des Pferdes möglichst identisch aussehen.

Gibt es Pferde, die du nicht scheren würdest?

Bis jetzt habe ich zusammen mit den Besitzern oder Trainern für jedes Pferd eine gute Lösung gefunden! Wenn meine Auftraggeber wissen, dass das Pferd panisch auf die Maschine reagiert oder bereits schlechte Erfahrungen gemacht hat, haben sich die meisten schon im Vorfeld mit ihrem Tierarzt besprochen und sich für eine Variante des Sedierens entschlossen. Das ist für alle Beteiligten sicherer und stressfreier! Wenn ich das Gefühl haben sollte, dass der Schertermin für mich und das Pferd gefährlich werden könnte, würde ich immer abbrechen. Sicherheit geht immer vor!

Wann ist der ideale Zeitpunkt zum Scheren?

Sobald das Pferd nach der Arbeit nicht mehr in realistischer Zeit trocken wird oder beim Training sehr schnell schwitzt und sich über die Maßen anstrengen muss, um die normale Trainingsleistung zu erbringen. Das ist nicht an eine Jahreszeit gebunden; es gibt auch einige Pferde, die ich ausschließlich im Frühjahr schere, da die Temperaturen schneller steigen, als dass der Fellwechsel abgeschlossen ist.

Zehn Tipps für Scher-Anfänger
  • Am Anfang steht die Überlegung, welche Schur sinnvoll ist: An welchen Stellen soll das Fell weg bzw. wo soll noch Fell stehen bleiben? Das hängt davon ab, wie viel und an welchen Stellen das Pferd am meisten schwitzt und ob es vielleicht in der Gurt-/Sattellage besonders empfindlich ist und man dort lieber ein wenig Fell stehen lässt.
  • Kreide zum Vorzeichnen der Scherkonturen bereitlegen: Rote Tafelkreide ein bisschen feucht machen – das sieht man immer!
  • Genügend Zeit einplanen!
  • Eine helfende Hand engagieren, die das Pferd am Anfang beruhigen kann, falls nötig.
  • Das Pferd ordentlich vorbereiten (s.o.). Es ist hilfreich, den Schweif einzuflechten oder zu knoten und eine längere Mähne mit Haarklammern zu fixieren.
  • Einen Hocker bereitstellen (außer man schert ein Shetty oder ist selber 1,80 Meter groß). Ich habe jedenfalls immer einen Hocker dabei, weil ich mich so beim Scheren von Hals und Kruppe sehr viel leichter tue.
  • Unbedingt darauf achten, dass die Scherblätter noch scharf genug sind!
  • Beim Scheren von langen Konturen nicht zwischendurch absetzen. Vorher tief einatmen, die Maschine ansetzen, langsam ausatmen und währenddessen die Linie soweit wie möglich durch scheren.
  • Rechtshänder beginnen leichter mit der linken Seite des Pferdes, Linkshänder mit der rechten Seite.
  • Eine ausreichend dicke Decke bereitlegen, um das Pferd nach dem Scheren einzudecken.

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